Para-Heldin Semechin: Mega-Comeback sieben Monate nach Geburt
Para-Heldin Semechin: Comeback sieben Monate nach Geburt

Die Para Swimming World Series kehrt nach Berlin zurück (7. bis 9. Mai) und mit ihr eine ganz besondere Geschichte. Elena Semechin (32) gibt ihr emotionales Comeback – nur sieben Monate nach der Geburt von Sohn Klaus Phillip. Und das ausgerechnet bei ihrem Heimspiel!

Emotionales Comeback in Berlin

Die Berlinerin erklärte gegenüber BILD: „Die IDM ist für mich ein besonderes Event. Nach dem Krebs hatte ich hier mein erstes Comeback, hier hat meine Karriere begonnen – nun nach der Babypause das nächste Comeback. Mit Ärzten und Trainern ist alles abgesprochen, ich habe grünes Licht. Ich will wieder reinspringen, schnell schwimmen und sehen, wie mein neuer Körper funktioniert. Und ich will zeigen: Ich bin zurück – jetzt auch als Mutti.“

Doppelrolle als Mutter und Spitzensportlerin

Seit 2021 ist die Para-Heldin mit ihrem Trainer Phillip Semechin (40) verheiratet. Sie heirateten einen Tag vor ihrer Hirntumor-Operation. Alles ging gut – heute macht Sohn Klaus Phillip ihr Glück komplett. Doch die Doppelrolle als Mutter und Leistungssportler fordert sie täglich. Semechin betont: „Wir müssen jetzt den Spagat zwischen Kind, Familie, Business und Sport schaffen. Am Beckenrand hat er ihn oft auf dem Arm. Sonst springt auch mal meine Assistentin oder meine Schwester ein. Zum Glück ist Klaus eine echte Wasserratte. Er taucht und plantscht schon. Bald geht er in die Kita, dann kann ich entspannter trainieren.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Angst vor Erblindung während der Schwangerschaft

Seit ihrem siebten Lebensjahr hat Semechin nur noch zwei Prozent Sehkraft (Morbus Stargardt) – eine meist vererbte Augenkrankheit. Eine Krankheit, die auch Klaus Phillip treffen kann. Semechin offenbart: „Ich habe einen Gentest machen lassen. Zu 25 Prozent besteht die Wahrscheinlichkeit, dass er den Gendefekt erbt. Es kommt auf Phillip an, wie sehr seine Gene mit meinen funktionieren. Ich habe mich trotz der Möglichkeit der Krankheit bewusst für das Kind entschieden. Leider hat sich meine Diagnose verschlechtert, womit ich nicht gerechnet hatte. Das war sehr emotional. Ich kann komplett erblinden. Während der Schwangerschaft hatte ich große Angst, meinen Sohn nie sehen zu können. Umso dankbarer bin ich, dass ich meine zwei Prozent Sehkraft noch habe.“

Sportliche Erfolge und Ziele

Sportlich gehört Semechin zur Weltspitze: Gold bei den Paralympics in Tokio 2021 und Paris 2024, dazu drei WM- und sieben EM-Titel. Und das nächste große Ziel steht schon fest: Los Angeles 2028. Semechin sagt: „Ich will wieder Gold gewinnen, ganz klar. Danach will ich ein, zwei Jahre auf einem Segelboot durchs Mittelmeer. Den Segelschein hat Phillip, nur das Boot fehlt noch. Ich habe auch mitgelernt, darf aber keinen Segelschein machen.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration