Taskforce sucht Lösungen für marodes TU-Hauptgebäude in Berlin
Taskforce sucht Lösungen für marodes TU-Hauptgebäude

Nach der vorläufigen Schließung des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin (TU) aufgrund schwerwiegender Baumängel hat eine eigens eingerichtete Taskforce ihre Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, schnellstmöglich Lösungen zu finden, um den Lehr- und Forschungsbetrieb wieder zu ermöglichen.

Erste Sitzung der Taskforce

Die Taskforce tagte erstmals und setzt sich laut Bausenator Christian Gaebler (SPD) aus Vertretern der TU, des Bezirks sowie Fachleuten der Senatsverwaltungen für Wissenschaft und Bau zusammen. „Wir sind auf jeden Fall jetzt dabei, das aktuelle Problem zu lösen“, betonte Gaebler. Die Arbeitsgruppe soll einen Maßnahmenplan entwickeln, der entweder eine vollständige oder teilweise Wiedereröffnung des Gebäudes vorsieht. Dabei werden die erforderlichen Schritte und Mittel genau geprüft.

Neues Forschungsgebäude als Entlastung

Eine mögliche Entlastung könnte ein neues Forschungsgebäude der TU bringen, das Anfang Juni übergeben werden soll. Gaebler erklärte: „Das heißt, da gibt es dann eventuell auch schon eine Entlastung, dass das vorübergehend erstmal mitgenutzt werden kann.“ Parallel dazu müsse jedoch geklärt werden, wie mittelfristige Sanierungsmaßnahmen am Hauptgebäude beschleunigt werden können.

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Kritik an der TU

Gaebler äußerte deutliche Kritik an der Hochschule: „Wir sehen, dass dort Sanierungen aufgeschoben worden sind.“ Die TU habe offenbar darauf gehofft, durch Sparen einen kompletten Neubau oder eine umfassende Grundsanierung finanzieren zu können. Ein solches Vorgehen möge auf den ersten Blick nachhaltig erscheinen, so Gaebler, doch die aktuelle Situation zeige das Gegenteil. „Dass man zwischendurch auch mal Teilsanierungen machen muss, um Havarien zu vermeiden, oder auch wie jetzt eine Sperrung durch die Bauaufsicht, das hätte eigentlich auch in der TU-Bauabteilung präsent sein müssen. Und das war es halt an der Stelle nicht.“

Hintergrund: Hauptgebäude gesperrt

Am Freitag war bekannt geworden, dass die TU ihr Hauptgebäude ab Samstag wegen baulicher Mängel schließt. Das historische Gebäude entspricht nicht mehr den heutigen Brandschutzanforderungen. Die Hochschulleitung bezifferte den gesamten Sanierungsbedarf an der TU auf 2,4 Milliarden Euro. Die Taskforce steht nun vor der Herausforderung, kurzfristige Lösungen zu erarbeiten, um den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.

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