Charité: Ultraschall statt Tastuntersuchung bei Geburt – weniger Schmerz
Ultraschall bei Geburt: Weniger Schmerz für Mütter

Die Geburt eines Kindes ist ein einschneidendes Erlebnis – und oft mit starken Schmerzen verbunden. Doch ein Ansatz der Charité in Berlin könnte dies grundlegend ändern. Professor Wolfgang Henrich, Leiter der Klinik für Geburtsmedizin, hat eine Methode entwickelt, die die bisherige Routine im Kreißsaal infrage stellt und die Geburt für Frauen weniger schmerzhaft sowie sicherer machen soll.

Weniger Tastuntersuchungen, mehr Ultraschall

Bislang ist es in den meisten Kliniken Standard, dass der Geburtsfortschritt durch wiederholte vaginale Tastuntersuchungen überwacht wird. Diese sind für viele Frauen unangenehm und schmerzhaft. Henrich setzt stattdessen vermehrt auf Ultraschalluntersuchungen. „Mit dem Ultraschall können wir den Geburtsverlauf genauer und für die Mutter schonender beurteilen“, erklärt der Experte.

Messbare Erfolge

Die Umstellung zeigt bereits messbare Ergebnisse. In der Klinik von Professor Henrich konnten die Komplikationsraten gesenkt und die Anzahl der Kaiserschnitte reduziert werden. „Wir sehen, dass Frauen, die weniger Tastuntersuchungen erleben, entspannter sind und der Geburtsprozess natürlicher verläuft“, so Henrich. Die Methode trägt somit nicht nur zur Schmerzlinderung bei, sondern verbessert auch die Sicherheit von Mutter und Kind.

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Warum zögern andere Kliniken?

Trotz der vielversprechenden Ergebnisse sträuben sich viele andere Kliniken noch, die neue Methode zu übernehmen. „Das liegt zum Teil an der etablierten Routine und der Skepsis gegenüber Veränderungen“, vermutet Henrich. Zudem erfordert die Ultraschallmethode spezielle Schulungen und eine Umstellung der Arbeitsabläufe. „Aber wir hoffen, dass unsere Ergebnisse andere Kliniken ermutigen, diesen Weg ebenfalls zu gehen“, betont der Professor.

Ein Wandel in der Geburtsmedizin

Professor Henrich sieht in seiner Methode einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Geburtsmedizin. „Unser Ziel ist es, die Geburt für jede Frau so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten. Der Ultraschall ist dabei ein zentrales Werkzeug, das wir weiterentwickeln werden.“ Die Forschung an der Charité läuft weiter, um die Technik zu verfeinern und ihre Vorteile noch breiter zu belegen.

Für viele Mütter könnte diese Entwicklung einen enormen Unterschied machen. Die Kombination aus weniger Schmerz, geringerem Komplikationsrisiko und einer natürlicheren Geburtserfahrung zeigt, wie Innovation die Medizin verbessern kann. Weitere Details zu den Ergebnissen und der Umsetzung in der Praxis finden Sie in einem ausführlichen Bericht bei BILDplus.

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