Neues Zentrum für Katastrophenmedizin in Halle gegründet
Zentrum für Katastrophenmedizin in Halle gestartet

Halle (Saale) - Sachsen-Anhalt rüstet sich für den Ernstfall: Die Universitätsmedizin Halle und das Klinikum Bergmannstrost haben gemeinsam das Mitteldeutsche Zentrum für Krisenresilienz und Katastrophenmedizin (MZKR) ins Leben gerufen. Das neue Zentrum soll die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdiensten, Feuerwehren, der Bundeswehr und verschiedenen Behörden deutlich verbessern. In realitätsnahen Simulationen werden Einsatzkräfte, medizinisches Personal und Entscheidungsträger systematisch auf Extremsituationen vorbereitet.

Herausforderungen der jüngeren Vergangenheit

Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) betonte beim Gründungssymposium in Halle, dass die jüngsten Ereignisse die Verletzlichkeit moderner Gesellschaften eindrucksvoll vor Augen geführt hätten. Die Corona-Pandemie, geopolitische Spannungen, Cyberangriffe und extreme Wetterereignisse hätten Sachsen-Anhalt vor enorme Herausforderungen gestellt. Auch der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt zeige, dass Notlagen oft ohne Vorwarnung eintreten. „Unser Ziel muss es sein, im Ernstfall schneller, koordinierter und effizienter handeln zu können“, so Willingmann.

Bereits im Februar wurde ein neues Laborzentrum auf den Weg gebracht

Um für künftige Pandemien besser gewappnet zu sein, hatte die Landesregierung bereits im Februar den Aufbau eines neuen Laborzentrums an der Universitätsmedizin Halle beschlossen. Das MZKR ergänzt nun diese Maßnahmen und schafft eine zentrale Anlaufstelle für die Katastrophenmedizin in der Region.

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Das Zentrum wird künftig nicht nur Trainings anbieten, sondern auch Forschung betreiben und Konzepte für die Bewältigung von Großschadenslagen entwickeln. Die enge Verzahnung von praktischer Ausbildung und wissenschaftlicher Expertise soll sicherstellen, dass Sachsen-Anhalt für die nächste Krise bestmöglich gerüstet ist.

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