Millionenloch bei Pflege: DRK fordert Länder zur Kasse
Millionenloch bei Pflege: DRK fordert Länder zur Kasse

Die Bundesländer sollen die Investitionskosten der Pflegeeinrichtungen vollständig selbst tragen – das fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Die Organisation hat aber noch weitere Wünsche an die Regierung. Der DRK-Präsident Hermann Gröhe kritisiert, dass viele Bundesländer ihrer Aufgabe, etwa Kosten für Instandhaltung und Ausstattung von Pflegeheimen zu übernehmen, nur unzureichend nachkämen. Dies führe zu einem Millionenloch, das letztlich die Bewohner durch höhere Eigenanteile ausgleichen müssten.

Hintergrund der Forderung

Nach geltendem Recht sind die Bundesländer für die Investitionskosten der Pflegeeinrichtungen zuständig. Dazu gehören Ausgaben für Renovierungen, Modernisierungen und die Anschaffung von medizinischen Geräten. Allerdings, so das DRK, würden viele Länder diese Pflicht vernachlässigen und die Kosten auf die Pflegebedürftigen abwälzen. Dies sei nicht nur ungerecht, sondern gefährde auch die Qualität der Pflege.

Weitere Forderungen des DRK

Neben der Übernahme der Investitionskosten fordert das DRK auch eine bessere Finanzierung der Pflegepersonalausstattung. Die Personalkosten seien in den letzten Jahren stark gestiegen, was zu einer Unterbesetzung in vielen Heimen führe. Zudem müsse die Ausbildung von Pflegekräften attraktiver gestaltet werden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

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  • Die Länder sollen die Investitionskosten vollständig übernehmen.
  • Die Finanzierung des Pflegepersonals muss verbessert werden.
  • Die Ausbildung in der Pflege muss attraktiver werden.

Auswirkungen auf die Bewohner

Die aktuellen Regelungen führen dazu, dass Pflegebedürftige einen immer größeren Teil der Kosten selbst tragen müssen. Viele Bewohner könnten sich die steigenden Eigenanteile nicht mehr leisten und müssten auf Sozialhilfe zurückgreifen. Das DRK warnt vor einer Zweiklassenpflege, bei der nur noch Wohlhabende eine angemessene Versorgung erhalten.

Das DRK appelliert an die Politik, die Finanzierung der Pflege langfristig zu sichern. Die Bundesregierung sei gefordert, die Länder in die Pflicht zu nehmen und für eine gerechte Verteilung der Kosten zu sorgen. Nur so könne eine menschenwürdige Pflege für alle gewährleistet werden.

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