Neubrandenburger Klinikum bietet Aufklärung zu Rückenschmerzen
Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg veranstaltet am 20. April ein spezielles Gesundheitsforum, das sich intensiv mit dem weit verbreiteten Problem der Rückenschmerzen auseinandersetzt. Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Konferenzraum des Hauses G, der Bethesda Klinik, in der Salvador-Allende-Straße 30. Nach Angaben des Klinikums ist für die einstündige Veranstaltung keine vorherige Anmeldung erforderlich, was den niedrigschwelligen Zugang für alle Interessierten betont.
Drei medizinische Experten stellen ihre Fachgebiete vor
Drei hochkarätige Fachleute des Klinikums werden den Besuchern Einblicke in verschiedene Behandlungsansätze bieten. Dr. Martin Kunz, Leitender Oberarzt in der Klinik für Neurochirurgie, erläutert die neurochirurgischen Behandlungsmöglichkeiten bei schwerwiegenden Rückenleiden. Andreas Kellner, Oberarzt und Abteilungsleiter Schmerztherapie in der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, präsentiert sowohl konventionelle als auch interventionelle Methoden der Schmerztherapie. Diplom-Psychologin Heidje Richter rundet das Programm ab, indem sie die oft unterschätzten psychologischen Aspekte und Einflussfaktoren bei chronischen Rückenschmerzen beleuchtet. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, den Experten persönliche Fragen zu stellen.
Rückenschmerzen als treibende Kraft des Krankenstands in Mecklenburg-Vorpommern
Das Thema besitzt insbesondere für Mecklenburg-Vorpommern eine hohe Aktualität und Dringlichkeit. Laut aktuellen Daten der DAK-Gesundheit verursachten Muskel-Skelett-Erkrankungen, zu denen Rückenschmerzen zählen, im Jahr 2025 im Land 416 Fehltage je 100 Versicherte. Damit rangieren sie auf dem zweiten Platz der häufigsten Krankschreibungsursachen. DAK-versicherte Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern waren im vergangenen Jahr durchschnittlich an 23 Kalendertagen krankgeschrieben – ein Wert, der deutlich über dem Bundesschnitt von 19,5 Tagen liegt.
Eine separate Auswertung der AOK Nordost unterstreicht diese Problematik noch deutlicher: Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete 2025 mit 27,5 Fehltagen pro Mitglied sogar den bundesweit höchsten Krankenstand. Deutschlandweit gehören Rückenschmerzen zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden überhaupt. Eine Studie des Robert Koch-Instituts zeigt, dass mehr als 61 Prozent der erwachsenen Bevölkerung innerhalb eines Jahres unter Rückenschmerzen leiden, wobei etwa 15 Prozent von chronischen Beschwerden betroffen sind. Nach Angaben des BKK Dachverbandes tragen Muskel-Skelett-Erkrankungen den größten Anteil am gesamten Krankenstand in Deutschland bei, was die immense volkswirtschaftliche und gesundheitliche Bedeutung dieses Themas unterstreicht.
Das Gesundheitsforum des Bonhoeffer-Klinikums bietet daher eine wertvolle Gelegenheit, sich umfassend über Prävention, Diagnose und moderne Therapieoptionen zu informieren und damit einen Beitrag zur Verbesserung der individuellen Gesundheitssituation zu leisten.



