Oberin-von-Lindeiner-Haus in Hagenow feiert 30-jähriges Jubiläum mit Tag der offenen Tür
Pflegeheim in Hagenow feiert 30-jähriges Bestehen

Drei Jahrzehnte Pflege und Gemeinschaft: Oberin-von-Lindeiner-Haus feiert Jubiläum

Mit einem festlichen Tag der offenen Tür hat das Oberin-von-Lindeiner-Haus in Hagenow sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Die Einrichtung, die als einzige vollstationäre Pflegeeinrichtung in der Stadt fungiert, blickte auf eine bewegte Geschichte zurück und präsentierte ihr modernes Konzept der Altenpflege.

Von modernem Start zu einem Zuhause für 80 Bewohner

Als das Altenpflegeheim im Februar 1996 eröffnet wurde, galt es als eines der modernsten Gebäude der Region. Heute, drei Jahrzehnte später, bietet es rund 80 pflegebedürftigen Menschen in Einzel- und Doppelzimmern nicht nur Versorgung, sondern ein echtes Zuhause. Die ersten Bewohner zogen damals aus dem Pflegeheim im Gutshaus Camin in das neue Gebäude am Hasselsort um.

Die Namensgebung erfolgte durch einen Wettbewerb in der Lokalzeitung, bei dem Leser den Vorschlag einbrachten, das in kirchlicher Trägerschaft stehende Haus nach Asta von Lindeiner zu benennen. Sie war von 1954 bis 1967 Oberin der Hagenower Diakonissen und engagierte sich intensiv für Pflege und Ausbildung in diesem Bereich.

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Einbindung von Bewohnern und Angehörigen als Kernprinzip

Einrichtungsleiterin Daniela Mues betont den ganzheitlichen Ansatz: „Wir müssen immer bedenken, dass sich mit dem Einzug für unsere Bewohner das ganze Leben ändert.“ Daraus leitet sich der Anspruch ab, nicht nur die Bewohner, sondern auch deren Angehörige in Entscheidungen einzubeziehen. Das Haus verzichtet bewusst auf feste Besuchszeiten – Angehörige sind stets willkommen.

Mues erklärt weiter: „Wir versuchen auch, uns in der Stadt einzubringen, und öffnen daher unsere Türen gerne für gemeinsame Projekte und Begegnungen.“ Dieser offene Ansatz zeigt sich in regelmäßigen Besuchen von Schülern der evangelischen Schule, die gemeinsam Brettspiele spielen oder vorlesen, sowie in Gottesdiensten der evangelischen Kirchengemeinde vor Ort.

Festakt mit prominenten Gratulanten und lokaler Verankerung

Zum Jubiläum gratulierten neben dem theologischen Geschäftsführer der Diakonie Westmecklenburg-Schwerin, Stiftspropst Ulf Harder, auch Bürgermeister Thomas Möller. In seiner Laudatio erinnerte Möller sich an eigene Jugendtage auf dem heutigen Einrichtungsgelände, wo er mit anderen Jugendlichen erste Fahrversuche unternahm.

Der Bürgermeister unterstrich die Bedeutung der Einrichtung für die Daseinsvorsorge in Hagenow: „Es bedeutet die Gewissheit, dass man im Alter, wenn die Wege beschwerlicher werden und man auf Hilfe angewiesen ist, seine Heimat nicht verlassen muss.“ Für Angehörige sei das Wissen um professionelle und liebevolle Versorgung in der Nähe ein unschätzbarer Wert.

Zukunft mit offenen Türen und erweiterten Netzwerken

Die Einrichtung, die mittlerweile zum Diakonieverbund Westmecklenburg und Schwerin gehört, plant die Weiterentwicklung ihrer städtischen Vernetzung. „Wir würden solche Begegnungen gerne weiter ausbauen und sind da für alles offen“, lädt Daniela Mues ein. Die Kinder der evangelischen Schule bereicherten den Jubiläumstag mit einem bunten Programm und selbst gebastelten Herzen für Bewohner und Gäste.

Das Oberin-von-Lindeiner-Haus steht damit nicht nur für drei Jahrzehnte Pflegegeschichte, sondern auch für ein lebendiges Modell der integrativen Altenversorgung, das Heimat, Gemeinschaft und professionelle Betreuung verbindet.

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