Postkartenaktion in Brandenburg: Hilfe für Opfer sexualisierter Gewalt
Postkartenaktion: Hilfe bei sexualisierter Gewalt in Brandenburg

Postkartenaktion in Brandenburg: Wegweiser für Opfer sexualisierter Gewalt

In Brandenburg startet eine neue Initiative, um Betroffenen sexualisierter Gewalt den Zugang zu rascher und professioneller Hilfe zu erleichtern. Eine Postkartenaktion, die in Cafés, Restaurants und Beratungsstellen im gesamten Bundesland verteilt wird, soll die Sichtbarkeit von Hilfsangeboten erhöhen und Opfer ermutigen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Ziel: Schweigen durchbrechen und Unterstützung sichtbar machen

Die Aktion wird gemeinsam vom Angebot „Medizinische Soforthilfe und vertrauliche Spurensicherung nach Vergewaltigung“ und der Opferhilfe Land Brandenburg organisiert. Sie startet zeitnah zum Internationalen Frauentag am 8. März. „Niemand muss mit den Folgen alleine bleiben“, betonen die Initiatoren in einer gemeinsamen Mitteilung mit dem Gesundheitsministerium. Viele Betroffene schweigen aus Scham, Angst vor Schuldzuweisungen oder der Befürchtung, nicht geglaubt zu werden.

Susanne Ullrich, Gesamtleiterin der Opferhilfe im Land Brandenburg, erklärt: „Die Postkartenaktion signalisiert, dass Betroffene Glauben und Schutz verdienen und dass Unterstützung möglich ist, ohne sofort in die Öffentlichkeit gehen zu müssen.“ Die Karten tragen ermutigende Botschaften wie „Manchmal ist Schwäche der Anfang von Stärke“ oder „Es ist okay, nicht okay zu sein“, um Betroffene emotional zu erreichen.

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Wie das Hilfsangebot funktioniert

Die Postkarten informieren über konkrete Unterstützungsmöglichkeiten:

  • Sie weisen auf unmittelbare medizinische Soforthilfe hin, die unabhängig von einer Strafanzeige in Anspruch genommen werden kann.
  • Über QR-Codes bieten sie direkte Kontaktmöglichkeiten zur Opferhilfe und zur vertraulichen Spurensicherung, sowohl für Betroffene selbst als auch für besorgte Angehörige.
  • In Kliniken werden neben der medizinischen Untersuchung und Behandlung auf Wunsch auch Tatspuren vertraulich und gerichtsverwertbar gesichert.
  • Es stehen kostenlose, anonyme Beratungen sowie rechtliche Begleitung im Falle eines Strafverfahrens zur Verfügung.

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Hürden für Betroffene zu senken und ihnen einen geschützten Raum für die erste Hilfe zu bieten. Die Aktion unterstreicht die Bedeutung eines sensiblen und diskreten Umgangs mit sexualisierter Gewalt, um langfristige Folgen für die Opfer zu mildern.

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