Umfrage enthüllt: Alleinerziehende leiden deutlich stärker unter psychischem Druck
Alleinerziehende: Deutlich höherer psychischer Druck

Umfrage enthüllt: Alleinerziehende leiden deutlich stärker unter psychischem Druck

Eine aktuelle repräsentative Umfrage der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) offenbart alarmierende Unterschiede in der psychischen Belastung zwischen Alleinerziehenden und Eltern in Paarbeziehungen. Die Ergebnisse zeigen, dass Ein-Eltern-Familien einem erheblich höheren Stresslevel ausgesetzt sind, was langfristig ihre Gesundheit gefährden kann.

Alleinige Verantwortung als Hauptbelastungsfaktor

Laut der KKH-Umfrage, die im Februar bundesweit durchgeführt wurde, fühlen sich 61 Prozent der Alleinerziehenden durch die alleinige Verantwortung für ihre Kinder stark belastet. Im Vergleich dazu sind es bei zusammenlebenden Eltern nur knapp ein Drittel. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung von rund 1.000 Eltern, darunter 800 gemeinsam erziehende Mütter und Väter sowie 175 Alleinerziehende.

Finanzielle Sorgen und Alltagsstress verschärfen die Lage

Neben der emotionalen Last spielen auch wirtschaftliche Faktoren eine entscheidende Rolle. Etwa die Hälfte der Alleinerziehenden gab an, sich stark um ihre finanzielle Situation zu sorgen, während dieser Anteil bei Paarfamilien bei 36 Prozent liegt. Insgesamt berichteten zwei Drittel der Alleinerziehenden von häufigem Stress im Alltag und Beruf, verglichen mit knapp der Hälfte der Elternpaare.

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Expertin warnt vor gesundheitlichen Folgen

Die Ärztin und Psychiatrie-Expertin der KKH, Aileen Könitz, bewertet die Ergebnisse als deutliches Warnsignal. Dauerhafter Stress könne die Gesundheit erheblich beeinträchtigen und zu Erschöpfung, Depressionen oder Angststörungen führen. Alleinerziehende seien aufgrund der alleinigen Verantwortung und zusätzlicher Belastungen besonders gefährdet, betonte sie.

Soziale Isolation als weiterer Risikofaktor

Ein weiteres kritisches Element ist die fehlende soziale Unterstützung. Mehr als ein Drittel der Alleinerziehenden fühlt sich dadurch stark belastet. Einsamkeit könne die psychische Gesundheit zusätzlich beeinträchtigen und einen Kreislauf aus Rückzug und zunehmender Belastung verstärken, erklärte Könitz. Rund neun von zehn alleinerziehenden Elternteilen sind Mütter, was die geschlechtsspezifischen Dimensionen dieser Herausforderungen unterstreicht.

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, gezielte Unterstützungsmaßnahmen für Alleinerziehende zu entwickeln, um ihre psychische Gesundheit zu schützen und langfristige Folgen zu vermeiden.

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