Die Schauspielerin Hannah Waddingham, bekannt aus der Serie „Ted Lasso“, bricht ein Tabu: Sie spricht offen über die Wechseljahre. Die 51-Jährige hat klare Worte für Frauen, die in dieser Lebensphase stecken. „So sicher wie der Tod gibt es die Wechseljahre“, sagt sie. Ihr Rat: „Nehmt die Zügel selbst in die Hand. Seid Herrin über euer eigenes Schicksal.“
Der Wendepunkt: Erschöpfung am Set
Waddingham, die für ihre Rolle als Rebecca Welton einen Emmy gewann, erlebte die Symptome der Wechseljahre hautnah. Während der Dreharbeiten zu ihrer neuen Serie „Ride Or Die“, für die sie alle Stunts selbst ausführt, kämpfte sie plötzlich mit extremer Erschöpfung und Müdigkeit. „Ich merkte, wie meine Stimmung schlechter wurde. Das ist gar nicht meine Art“, erzählt sie im Interview mit „Women’s Health“. Erst später erkannte sie: Es war der Beginn der Wechseljahre. Eine Freundin drängte sie schließlich, ihre Hormone untersuchen zu lassen. Diese Entscheidung bereut sie heute nicht. „Niemand wird dir danken, wenn du das ignorierst. Die Einzige, die darunter leidet, bist du selbst.“
Hormonersatztherapie und Bewegung als Schlüssel
Heute setzt die Schauspielerin auf eine Kombination aus Hormonersatztherapie, Nahrungsergänzung und regelmäßiger Bewegung. Ihr Tipp: „Aktiviert eure Muskeln – jeden Tag.“ Große Fitnessprogramme seien nicht nötig. „20 Minuten am Morgen reichen völlig.“ Und sie ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Unterschätzt niemals den Wert von Kniebeugen beim Zähneputzen.“ Besonders wichtig ist ihr, dass Frauen sich nicht schämen. „Ich verstehe nicht, warum das so tabuisiert wird“, sagt sie. „Diese Phase gehört zum Leben.“ Ihr Ratschlag: „Genießt euch selbst und liebt jede Sekunde eurer Veränderungen. Ist es einfach? Nein. Wird es passieren? Ja.“
Eine Kämpferin auf und neben der Leinwand
Hannah Waddingham ist nicht nur in ihrer Rolle als knallharte Clubchefin Rebecca Welton in „Ted Lasso“ eine Kämpferin. Auch privat musste sie sich durchsetzen: Sie zog ihre Tochter allein groß, ohne ihre Karriere aufzugeben. In Hollywood kämpfte sie jahrelang gegen das Klischee, mit 1,80 Metern Körpergröße „zu groß“ zu sein. Mit ihrer Offenheit über die Wechseljahre möchte sie anderen Frauen Mut machen, ebenfalls offen mit dem Thema umzugehen und ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen.



