Martin Short spricht über Tod seiner Tochter durch Suizid
Martin Short: Tochter starb durch Suizid

Der Schauspieler und Comedian Martin Short hat sich erstmals öffentlich zum Tod seiner Tochter Katherine geäußert, die im Februar dieses Jahres im Alter von 42 Jahren durch Suizid starb. In einem Interview mit CBS News sprach der 76-Jährige über den Verlust und verband dies mit einem Appell für mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen.

Ein Aufruf zur Enttabuisierung

Short betonte, er habe den tiefen Wunsch, das Thema psychische Gesundheit aus dem Schatten zu holen. Niemand solle sich schämen, darüber zu sprechen. „Man darf sich nicht vor dem Wort Suizid verstecken, sondern muss akzeptieren, dass dies die letzte Phase einer Krankheit sein kann“, sagte er. Der Tod seiner Tochter sei ein „Albtraum für die Familie“ gewesen.

Parallelen zum Tod seiner Frau

Short zog Parallelen zum Tod seiner Ehefrau Nancy Dolman, die 2010 im Alter von 58 Jahren an Eierstockkrebs gestorben war. „Man muss verstehen, dass psychische Erkrankungen und Krebs, wie im Fall meiner Frau, beides Krankheiten sind, und manche Krankheiten sind unheilbar“, erklärte er. Seine Tochter habe lange Zeit mit schweren psychischen Problemen gekämpft, darunter einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. „Sie hat ihr Bestes getan, bis sie es nicht mehr konnte.“

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Verluste im persönlichen Umfeld

Short sprach auch über den Verlust zahlreicher Weggefährten in den vergangenen Monaten, darunter seine Schwägerin sowie Freunde wie Diane Keaton, Rob und Michele Reiner und Catherine O'Hara. „Es ist unfassbar“, sagte er, „man muss einfach einatmen und ausatmen.“

Hintergrund: Katherines Leben

Martin Short und seine Frau Nancy Dolman hatten drei Kinder adoptiert; Katherine war das älteste Kind. Sie hielt sich weitgehend aus der Öffentlichkeit fern, nahm jedoch gelegentlich an Veranstaltungen teil und begleitete ihren Vater auf roten Teppichen.

Dokumentation über sein Leben

Die öffentliche Äußerung Shorts steht im Zusammenhang mit einer neuen Netflix-Dokumentation über sein Leben mit dem Titel „Marty, das Leben ist kurz“, die am 12. Mai erscheint. Der Film thematisiert auch Shorts frühe Verlusterfahrungen: Sein älterer Bruder David starb bei einem Autounfall, als Short zwölf Jahre alt war; seine Eltern starben, als er noch Teenager war. Diese Erfahrungen, so Short, hätten ihm eine „Fähigkeit zum Überleben und zum Umgang mit Trauer“ gegeben und ihm den Mut verliehen, Künstler zu werden: „Ich glaube, wenn man so etwas durchgemacht hat, ist es wirklich nicht mehr so wichtig, ob das Publikum einen mag.“

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