Wolfgang Grupp: Ein offenes Bekenntnis zu Suizidversuch und neuem Lebensmut
Der bekannte Unternehmer und Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat in einem bewegenden Interview erstmals öffentlich über seinen Suizidversuch gesprochen. In einem Gespräch mit der Bild-Zeitung schilderte der 81-Jährige die tiefe Verzweiflung, die ihn zu diesem drastischen Schritt trieb, sowie die überwältigende Scham, die er im Nachhinein empfand.
Die dunklen Stunden und die Kurzschlusshandlung
Grupp beschrieb, wie persönliche und geschäftliche Probleme ihn in eine schwere Krise stürzten. In einem Moment der Hoffnungslosigkeit entschied er sich für eine Kurzschlusshandlung, die sein Leben fast beendet hätte. „Es war ein Akt der Verzweiflung, den ich heute zutiefst bereue“, gestand der Unternehmer. Die genauen Umstände des Suizidversuchs ließ er aus Respekt vor seiner Familie und aus Gründen der Privatsphäre offen, betonte jedoch die Ernsthaftigkeit der Situation.
Die überwältigende Scham und der Weg zur Besserung
Nach dem gescheiterten Versuch überkam Grupp eine immense Scham. „Ich schämte mich für meine Schwäche und für den Schmerz, den ich meinen Liebsten zugefügt habe“, erklärte er. Diese Gefühle trieben ihn in eine Phase der Reflexion, in der er begann, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Durch Therapie und den Rückhalt seiner Familie fand er langsam zurück ins Leben.
Neuer Lebensmut und die Botschaft der Hoffnung
Heute blickt Wolfgang Grupp mit neuem Lebensmut in die Zukunft. Er betonte, wie wichtig es ist, über psychische Gesundheit zu sprechen und sich bei Krisen Hilfe zu suchen. „Ich möchte anderen Mut machen, nicht aufzugeben“, sagte er. Der Trigema-Chef engagiert sich nun verstärkt in der Aufklärung über Depressionen und Suizidprävention, um aus seinen Erfahrungen etwas Positives zu ziehen.
Sein offenes Bekenntnis wird als wichtiger Beitrag zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen in der Gesellschaft gewertet. Grupp zeigt, dass selbst erfolgreiche Persönlichkeiten von solchen Herausforderungen betroffen sein können und dass es immer einen Weg nach vorn gibt.



