Die Münchner Ludwigstraße, eine der großen Prachtmeilen der Stadt, steht vor einem spektakulären Umbau. Gemeinsam mit dem Odeonsplatz soll sie deutlich grüner werden und Autos weniger Raum bieten. Um dieses Ziel zu erreichen, hatte die Stadt einen Architekturwettbewerb ausgelobt. Nun steht der Sieger fest.
Grüner und autofreundlicher: Die Vision für die Ludwigstraße
Der Siegerentwurf sieht vor, die Ludwigstraße und den Odeonsplatz in eine fußgänger- und fahrradfreundliche Zone zu verwandeln. Die Anzahl der Fahrspuren für Autos soll reduziert werden, stattdessen sollen breitere Gehwege, mehr Bäume und Grünflächen entstehen. Auch die Aufenthaltsqualität soll durch Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten steigen.
Details des Siegerentwurfs
Der Siegerentwurf stammt vom französischen Landschaftsarchitekturbüro MDP Michel Desvigne Paysagiste aus Paris. Er sieht unter anderem vor, dass der Odeonsplatz künftig weitgehend autofrei bleibt. Die Ludwigstraße soll einen Mittelstreifen mit Bäumen und Sträuchern erhalten, der die Fahrbahnen optisch trennt. Zudem sind versickerungsfähige Beläge geplant, um Regenwasser besser zu nutzen.
Die Planungen sehen auch eine Neugestaltung der Kreuzungen vor, um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Die Stadt München erhofft sich durch den Umbau eine deutliche Verbesserung des Stadtklimas und eine Reduzierung des Verkehrslärms.
Reaktionen und Ausblick
Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigte sich erfreut über den Siegerentwurf: „Dies ist ein wichtiger Schritt, um unsere Innenstadt lebenswerter zu machen. Die Ludwigstraße wird zu einer grünen Prachtmeile, die zum Verweilen einlädt.“ Auch die Bürgerinitiativen, die sich für eine Verkehrswende einsetzen, begrüßten den Entwurf.
Bis der Umbau beginnt, werden jedoch noch einige Jahre vergehen. Zunächst müssen die Pläne konkretisiert und die Finanzierung gesichert werden. Die Stadt rechnet mit einem Baubeginn frühestens 2028. Die Gesamtkosten werden auf mehrere Millionen Euro geschätzt.



