Polizeiruf-Kritik: Goldraub-Krimi aus Potsdam enttäuscht mit fehlender Spannung
Polizeiruf-Kritik: Goldraub-Krimi enttäuscht mit Spannungsentzug

Polizeiruf-Krimi aus Potsdam: Goldraub mit wenig Glanz

Der jüngste deutsch-polnische Polizeiruf hat bei Kritikern und Zuschauern für Enttäuschung gesorgt. In der am Sonntag ausgestrahlten Folge ermittelten die Kommissare Vincent Ross (André Kaczmarczyk) und Karl Rogov (Frank Leo Schröder) in einem Raubmordfall bei einem Juwelier in Potsdam. Der Fall begann vielversprechend, als die kleine Leni mit einer eleganten Perlenkette aus ihrem Kinderzimmer tapste.

Schmuck im Wert von 1,5 Millionen Euro unter dem Kinderbett

Der Vater des Mädchens hatte Ketten und Amulette mit einem Versicherungswert von 1,5 Millionen Euro unter dem Kinderbettchen versteckt. Diese Entdeckung führte die Ermittler zu den Verwicklungen des Falles, bei dem die Ehefrau des getöteten Juweliers, eine Restaurationsexpertin für historischen Schmuck, zurückblieb.

Während der Ermittlungen erfuhren die Zuschauer auch Privates über die Kommissare. Filterkippenjunkie Rogov versuchte gerade, mit dem Rauchen aufzuhören, was die selbstgedrehten Zigaretten seines Kollegen umso nervenaufreibender machte. Mit leichten Entzugserscheinungen stellten Ross und Rogov fest, dass die Spuren immer weiter in die Familie des Ermordeten führten.

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Spielsüchtiger Spross als Täter entlarvt

Am Ende entpuppte sich der spielsüchtige Spross des Hauses als Täter. Das bittere Fazit seiner Mutter lautete: „Ich wünschte, ich hätte dich nie bekommen.“ Trotz dieses dramatischen Moments blieb die Spannung in der gesamten Folge auf der Strecke.

Kritik: Zu viele Verdächtige, zu wenig Suspense

In der Kritik hieß es: „Leider wurde in den Goldraub bei Drehbuchentwicklung und Umsetzung nicht so viel Liebe gesteckt wie in das Geplänkel der beiden Ermittler.“ Immer, wenn die Handlung lahmt, kam eine neue Figur ins Spiel. So viele Verdächtige, so wenig Suspense – am Ende ging weder der Raubmord-Thriller noch das Familiendrama wirklich auf.

Stimmungstechnisch befand man sich irgendwann auf dem Niveau des von der Tabakabstinenz genervten Rogov. Beinahe wollte man selbst wieder mit dem Rauchen anfangen, aus purer Langeweile. Dieser Polizeiruf wurde als Fall von Spannungsentzug bewertet. Oder, wie es Rogov enttäuscht nach einer Runde Boxen sagte: „Ich hätt' immer noch gern 'ne Kippe.“

Bewertung: Nur 3 von 10 Punkten

Die Folge erhielt lediglich 3 von 10 Punkten. Die deutsch-polnischen Polizeiruf-Kommissare André Kaczmarczyk, Frank Leo Schröder und Gisa Flake ermitteln in variierenden Zweierkonstellationen. Die Dreharbeiten zur nächsten Folge starten bereits im April, in der neben Schröder wieder Flake auftreten wird. Die Ausstrahlung ist für den Spätherbst 2026 geplant.

Für Fans der Reihe bleibt zu hoffen, dass die kommenden Folgen mehr Spannung und weniger Entzugserscheinungen bieten werden. Bis dahin muss man sich mit der Erinnerung an bessere Ermittlungen trösten.

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