Leipzig – Die Oper Leipzig sorgt derzeit nicht wie zuletzt mit einer missglückten Intendantenwahl für Aufsehen, sondern mit einem ehrgeizigen Programmprojekt des scheidenden Hausherrn Tobias Wolff. Albert Lortzing (1801–1851) war eng mit Leipzig verbunden. Das Haus hat nun eine Auswahl seiner Werke im Spielplan, die sich zu einem kleinen Festival zusammenfassen lassen.
Lortzing-Festival als Höhepunkt der Saison
Das Festival zeigt die Bandbreite von Lortzings Schaffen, der als Komponist und Schauspieler wirkte. Die Aufführungen sind über mehrere Wochen verteilt und bieten einen tiefen Einblick in sein musikalisches Erbe. Besonders hervorzuheben ist die Inszenierung von „Regina“, in der Jacquelyn Wagner die Hauptrolle singt. Das Bühnenbild und die musikalische Leitung tragen zur authentischen Atmosphäre bei.
Hintergrund: Lortzings Leipziger Jahre
Albert Lortzing verbrachte prägende Jahre in Leipzig, wo er als Tenor und Komponist arbeitete. Seine Opern wie „Zar und Zimmermann“ oder „Der Wildfang“ sind bis heute populär. Das Festival würdigt diese Verbindung und stärkt das kulturelle Profil der Stadt.
Die Oper Leipzig hat sich mit diesem Schwerpunkt neu positioniert, während die Suche nach einem neuen Intendanten noch läuft. Tobias Wolff wird die Stadt nach dieser Spielzeit verlassen, hinterlässt aber ein klares künstlerisches Statement.



