Berliner Ausstellung zeigt russische Drohnenangriffe auf ukrainische Zivilisten
Ausstellung in Berlin zeigt russische Drohnenangriffe auf Zivilisten

Berliner Museum zeigt erschütternde Beweise russischer Kriegsverbrechen

Im Berlin Story Bunker in Kreuzberg eröffnete am Montag eine neue Ausstellung, die die brutale Realität des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dokumentiert. Im Mittelpunkt steht ein zerstörter Fiat Scudo aus der südukrainischen Stadt Cherson, der am 25. April 2025 Ziel eines russischen Kamikaze-Drohnenangriffs wurde.

Ein Auto als Zeuge des Grauens

Das aus Cherson nach Berlin transportierte Fahrzeug zeigt deutlich die Folgen des Angriffs: Das Dach ist vollständig zerschossen und aufgerissen, die Sitze sind mit Blut getränkt. Im Wagen saßen zum Zeitpunkt des Angriffs zwei junge Männer, die ehrenamtlich ältere Menschen zum Arzt bringen wollten. Als sie die herannahende Drohne hörten, versuchten sie noch auszusteigen – einer von ihnen überlebte den Angriff nicht.

Der Überlebende Oleg Degusarov (29) besuchte am Montag die Ausstellungseröffnung. Noch immer trägt er Splitter des Angriffs in seinem Nacken mit sich. Seine Anwesenheit macht die Ausstellung zu einer persönlichen und bewegenden Erfahrung für die Besucher.

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Multimediale Dokumentation der Gewalt

Neben dem zerstörten Fahrzeug zeigt die Ausstellung zwei Videos des Angriffs: Eines wurde von den russischen Angreifern selbst veröffentlicht, das andere filmte ein Passant aus einem nahegelegenen Haus. Diese doppelte Perspektive verdeutlicht die systematische Natur dieser Angriffe auf Zivilisten.

An den Wänden des Museums finden sich zudem Zitate russischer Führungspersonen, darunter des ehemaligen Präsidenten Dmitri Medwedew und des aktuellen Präsidenten Wladimir Putin, die die ideologische Grundlage des Krieges offenlegen.

Kriegsrealität jenseits der Frontlinien

Die Ausstellung konzentriert sich bewusst nicht auf militärische Auseinandersetzungen an der Front, sondern auf die systematische Jagd russischer Streitkräfte auf wehrlose Zivilisten in ukrainischen Städten. Gezeigt werden verschiedene Drohnentypen – sowohl kleine FPV-Drohnen als auch größere Modelle – die für diese Angriffe verwendet werden.

„Nie war mir der Krieg näher als in dieser Ausstellung“, beschreibt ein Besucher das Erlebnis. Die Exponate zeigen keine anonymen Schlachtfelder, sondern konkrete Straßen, Plätze und Wohnviertel, in denen das tägliche Leben durch willkürliche Gewalt zerstört wird.

Praktische Informationen für Besucher

Das Ukraine-Museum im Berlin Story Bunker befindet sich in der Schöneberger Straße 23A, 10963 Berlin. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, der letzte Einlass erfolgt um 17:30 Uhr. Der Eintritt kostet 18 Euro, ermäßigte Karten sind für 12 Euro erhältlich.

Die Ausstellung bietet keinen neutralen Blick auf den Konflikt, sondern versteht sich als dokumentarische Antwort auf die gezielte Gewalt gegen Zivilbevölkerung. Sie hinterlässt bei den Besuchern eine klare Botschaft: Nach diesem Besuch bleiben keine Fragen mehr offen über die Natur dieses Krieges.

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