Hollywoodstar zieht über Oper und Ballett her – Bühnen antworten mit Humor
Mit nur wenigen Worten hat Schauspieler Timothée Chalamet eine Welle der Empörung in der Kulturszene ausgelöst. In einem Gespräch mit Kollege Matthew McConaughey äußerte der 30-Jährige, er wolle nicht beim Ballett oder an der Oper arbeiten, da sich angeblich niemand mehr für diese Kunstformen interessiere. Obwohl Chalamet später Respekt für die Künstler betonte, folgte schnell kreative Gegenwehr von Opernhäusern auf der ganzen Welt.
Opernhäuser reagieren mit ironischen Posts und Einladungen
Die Metropolitan Opera in New York veröffentlichte ein Video, das die vielfältigen Mitarbeiter hinter den Kulissen zeigt – von Kostümnähern bis zu Dirigenten – und mit einem begeisterten Publikum endet. Überschrieben war der Clip mit den Worten: "Das hier ist für dich, Timothée Chalamet." Ähnlich reagierte die Canadian Opera mit einer Umfrage und dem Kommentar: "Die Zukunft der Oper sieht für uns ziemlich gut aus." Die Staatsoper in Wien lud Chalamet persönlich ein: "Betrachte dies als deine persönliche Einladung nach Wien. Unsere Bühne erwartet dich."
Die Los Angeles Opera wies auf ausverkaufte Vorstellungen hin und bot scherzhaft Freikarten an, während deutsche Häuser wie die Staatsoper Hamburg und das Bayerische Staatsballett mit Dankesbekundungen an Mitarbeiter und Publikumsszenen antworteten. Die Posts erhielten Hunderttausende Likes auf Instagram und lösten teils heftige Kritik an Chalamet aus.
Hintergrund: PR-Strategie oder echte Meinung?
Timothée Chalamet, der für seine Rolle in "Marty Supreme" einen Golden Globe gewann und für einen Oscar nominiert ist, ist bekannt dafür, seine Rollenpersona in Interviews zu übernehmen. Ob seine Äußerungen Teil einer PR-Strategie waren, bleibt unklar. Fans der Oper und des Balletts zeigen sich jedoch unbeeindruckt und betonen die anhaltende Relevanz dieser Kunstformen mit voll besetzten Sälen und engagierten Communities weltweit.



