Internationale Filmplakate als Kunstwerke: Ausstellung in Perleberg zeigt fünf Jahrzehnte Kinogeschichte
Filmplakate als Kunst: Ausstellung in Perleberg zeigt Kinogeschichte

Internationale Filmplakate als Kunstwerke: Ausstellung in Perleberg zeigt fünf Jahrzehnte Kinogeschichte

Eine faszinierende Zeitreise durch die internationale Kinogeschichte erwartet Besucher im Atelier am Schuhmarkt in Perleberg. Bis zum 24. April präsentiert die Ausstellung „Filmplakate aus der ganzen Welt (1950–2000) / Gezeichnete und gemalte Kunstwerke“ vierzig sorgfältig ausgewählte Exponate aus fünf Jahrzehnten Filmgeschichte. Die Vernissage am Freitagabend markierte den Auftakt dieser besonderen Schau, die nun für rund zwei Monate geöffnet bleibt.

Eine Sammlung von mehr als 10.000 internationalen Plakaten

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen vierzig Filmplakate, die aus einer umfangreichen Sammlung von über 10.000 internationalen Exponaten stammen. Diese wurden speziell ausgewählt, um die Entwicklung des Mediums in der Zeit vor der digitalen Bildbearbeitung besonders illustrativ darzustellen. „Es ging darum, hochwertige Kulturkunst zu zeigen“, betonte der Sammler Klaus-Dieter Zentgraf, dessen Privatsammlung die Grundlage der Präsentation bildet.

Die Ausstellung ist jeweils mittwochs und donnerstags von 14 bis 17 Uhr für interessierte Besucher zugänglich. Der Eintritt bleibt dabei kostenfrei, was den kulturellen Zugang zu diesen historischen Kunstwerken fördert.

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Vernissage mit rund dreißig Gästen und informativem Rahmenprogramm

Zur Eröffnungsveranstaltung begrüßten der Künstler Rolf Sellmann und der Plakatsammler Klaus-Dieter Zentgraf etwa dreißig Gäste im Atelier am Schuhmarkt. Sellmann, der normalerweise seine eigenen Werke in den Räumlichkeiten ausstellt, hielt eine einführende Rede zur Geschichte des Filmplakats und schilderte die Entstehung der Ausstellung.

„Die Zusammenarbeit entstand durch ein zufälliges Treffen bei einer Veranstaltung“, erklärte Sellmann. „Gemeinsam entwickelten wir ein Konzept und mussten sogar regalartige Gerüste installieren, um die begrenzten Wandflächen im kleinen Atelier optimal für die Plakatpräsentation zu nutzen.“

Filmplakate zwischen Werbung und Sammlerwert

Eigentlich dienen Filmplakate primär werblichen Zwecken und haben oft nur eine kurze Lebensdauer, bevor sie entsorgt werden. Doch passionierte Sammler wie Klaus-Dieter Zentgraf erkennen in diesen Drucken weit mehr als banale Reklame. Über seine Firma Enos kauft und verkauft der fünfundsiebzigjährige Sammler Plakate aus aller Welt und stellt sie regelmäßig für Ausstellungen zur Verfügung.

Der Sammlerwert dieser Exponate variiert dabei erheblich. „Im unteren Bereich kosten Plakate zehn bis dreißig Euro“, erläuterte Zentgraf. „Dann gibt es aber auch Raritäten, die mit Tausenden oder sogar Zehntausenden Euro gehandelt werden. Ein Beispiel ist der blaue Engel von 1929, von dem weltweit nur noch vier Exemplare existieren.“

Zusätzliche Informationen und interaktive Elemente

Neben den kunstvoll präsentierten Plakaten bietet die Ausstellung zusätzliche Informationsmaterialien für Besucher. Alle Exponate sind mit Nummern versehen, die in einem separaten Heft nachgeschlagen werden können. Dort finden sich detaillierte Angaben zu den beteiligten Filmschaffenden, Produktionsorten, Handlungsinhalten und weiteren interessanten Hintergrundinformationen.

Für Filmliebhaber bot die Vernissage zudem eine willkommene Gelegenheit, sich über Lieblingsfilme und kinobegeisterte Erinnerungen auszutauschen. Diese interaktive Komponente unterstreicht den kulturellen und gesellschaftlichen Wert der Ausstellung, die nicht nur Kunst präsentiert, sondern auch Gemeinschaft stiftet.

Die Ausstellung „Filmplakate aus der ganzen Welt (1950–2000) / Gezeichnete und gemalte Kunstwerke“ läuft noch bis zum 24. April im Atelier am Schuhmarkt in Perleberg und lädt zu einer Entdeckungsreise durch fünf Jahrzehnte internationaler Filmgeschichte ein.

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