Trauer um Hermann Noack III.: Schöpfer der Berlinale-Bären und Quadriga-Gießer gestorben
Hermann Noack III., Schöpfer der Berlinale-Bären, gestorben

Trauer um eine prägende Figur der Berliner Kunstszene

Die deutsche Kunstwelt trauert um eine ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten: Hermann Noack III., der langjährige Chef der traditionsreichen Berliner Kunstgießerei Noack, ist im Alter von 95 Jahren friedlich in Berlin verstorben. Dies bestätigte Isabella Greenberg, Direktorin der Noack-Galerie, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Noack hinterlässt ein beeindruckendes Lebenswerk, das von den berühmten Berlinale-Bären bis zur ikonischen Quadriga auf dem Brandenburger Tor reicht.

Ein Leben für die Kunst in Bronze und Metall

Über viele Jahrzehnte hinweg arbeitete Hermann Noack III. eng mit einigen der weltweit renommiertesten Künstler zusammen. Seine Gießerei fertigte Kunstwerke in allen erdenklichen Dimensionen und mit verschiedensten Techniken an. Besonders hervorzuheben ist seine langjährige Zusammenarbeit mit dem britischen Bildhauer Henry Moore, für den er ab dem Jahr 1958 sämtliche Bronzegüsse verantwortete. Doch das ist nur ein Beispiel für die zahlreichen Kooperationen, die Noack pflegte.

  • Werke von Georg Kolbe entstanden unter seiner Ägide.
  • Die Skulpturen von Georg Baselitz wurden in seinen Werkstätten gegossen.
  • Auch Joseph Beuys vertraute auf die Expertise der Noack-Gießerei.
  • Käthe Kollwitz' und Wilhelm Lehmbrucks Arbeiten fanden hier ihre metallische Form.

Tradition und Innovation in vierter Generation

Das Familienunternehmen Noack blickt auf eine lange Geschichte zurück: Es wurde bereits im Jahr 1897 gegründet und wird seitdem in Familienhand geführt. Im Jahr 2010 übergab Hermann Noack III. die Leitung an seinen Sohn, Hermann Noack IV., und sicherte so die Fortführung des Betriebs in bereits vierter Generation. Diese Kontinuität spiegelt sich auch in den bedeutenden Werken wider, die aus der Gießerei stammen. Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor, ein nationales Symbol, ist ebenso ein Produkt der Noack-Bildgießerei wie die alljährlich verliehenen Berlinale-Bären, die bei dem internationalen Filmfestival in Berlin eine zentrale Rolle spielen.

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Hermann Noack III. hat mit seiner Arbeit nicht nur die Berliner Kunstlandschaft nachhaltig geprägt, sondern auch einen unschätzbaren Beitrag zum kulturellen Erbe Deutschlands geleistet. Sein Tod markiert das Ende einer Ära, doch sein Vermächtnis lebt in den zahlreichen Kunstwerken weiter, die in seiner Gießerei entstanden sind und die öffentlichen Räume sowie Museen auf der ganzen Welt schmücken.

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