Sensationeller Kellerfund bei Bares für Rares: Gemälde bringt 2.800 Euro
Die Sendung Bares für Rares hat erneut bewiesen, dass in deutschen Kellern wahre Schätze schlummern können. In der Ausgabe vom 13. März 2026 sorgte ein fast vergessenes Ölgemälde für eine spektakuläre Überraschung, die selbst die Expertenschätzung weit übertraf.
Vom Kellerversteck zum Auktionshit
Das Mutter-Tochter-Duo Monika und Petra aus Pulheim brachte ein geheimnisvolles Familienerbstück mit ins Walzwerk, ohne zu ahnen, welchen Wert es besaß. Bei dem Objekt handelte es sich um ein farbgewaltiges Ölgemälde auf Leinwand, das ursprünglich Monikas Eltern 1965 zur Kommunion von einem Onkel aus der Schweiz geschenkt worden war. Danach verschwand das Kunstwerk für Jahrzehnte im Keller und wäre beinahe vermodert.
Expertin und Kunsthistorikerin Bianca Berding identifizierte das Gemälde anhand der Signatur als Werk des Schweizer Malers Albert Nyfeler aus dem Jahr 1965. Nyfeler hatte sich 1906 in das Lötschental verliebt und die alpine Landschaft immer wieder auf Leinwand festgehalten. Auch dieses Bild zeigt das Tal mit Blick auf den idyllischen Bergpass der Lötschenlücke.
Besonders beeindruckte Berding die intensive Farbenpracht des Werks. Das leuchtende Blau erinnerte sie an das berühmte Yves-Klein-Blau, das Freiheit und Spiritualität symbolisiert. Obwohl der Originalrahmen aus den 1960er-Jahren durch Feuchtigkeit im Keller stark gelitten hatte, war das Gemälde selbst erstaunlich gut erhalten – fast wie frisch gemalt.
Vom bescheidenen Wunsch zum Bieterkrimi
Monika und Petra hofften auf einen sehr bescheidenen Verkaufspreis von nur 100 Euro. Ein Wunsch, der Expertin Berding schmunzeln ließ, denn die Werke des Malers sind vor allem in der Schweiz sehr gefragt. Ihre professionelle Einschätzung fiel deutlich höher aus: Sie taxierte den Wert des Gemäldes auf 800 bis 1.200 Euro.
Doch im Händlerraum wurde schnell klar, dass die Händler noch deutlich mehr Potenzial sahen. Es entwickelte sich ein echter Bieterkrimi. David Suppes eröffnete mit 700 Euro, kurz darauf stiegen auch andere Händler ein und sorgten für ein furioses Bietergefecht. Die Gebote kletterten rasant nach oben und überholten in Sekundenschnelle die Expertenschätzung.
Am Ende erhielt Julian Schmitz-Avila den Zuschlag für satte 2.800 Euro. Für Monika und Petra kaum zu fassen: Ihr ursprünglicher Wunschpreis wurde damit um das 28-Fache übertroffen und selbst die Expertenschätzung wurde mehr als verdoppelt. Ein Kellerfund, der dem Mutter-Tochter-Gespann einen echten Geldsegen bescherte.
Weitere Highlights der Sendung
Neben dem sensationellen Gemälde wurden in der Sendung vom 13. März 2026 weitere bemerkenswerte Raritäten präsentiert:
- Goldring mit Emailbild: Anne und ihr Sohn Christophe aus Belgien brachten einen filigranen 750er-Goldring mit Emailporträt einer Renaissancedame mit. Das von den Limoges-Künstlern Fauré und Marty signierte Stück war einst ein Abschiedsgeschenk an Annes Mutter. Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel schätzte den Wert auf 700 bis 900 Euro.
- Hängeleuchte „Luzette“: Hildegard und Peter aus Bergisch Gladbach präsentierten die Designleuchte „Luzette“ von Peter Behrens aus dem Jahr 1908. Experte Sven Deutschmanek taxierte den Klassiker auf 500 bis 600 Euro.
- Bronze „Der Bücherwurm“: Barbara und Hanne brachten die Bronze „Der Bücherwurm“ des Bildhauers Carl Hans Bernewitz mit, gegossen um 1917 in der Berliner Gießerei Gladenbeck. Expertin Bianca Berding schätzte den Wert auf 500 bis 750 Euro.
- Unterhaltungsautomat „Globus-Kraftmesser“: Sven und Friedrich vom Musikverein Menne wollten sich von einem nostalgischen Kraftmesser-Automaten aus den 1930er-Jahren trennen. Sven Deutschmanek sah den Wert bei 700 bis 800 Euro.
Ob und für wie viel Geld diese Stücke über den Händlertresen gingen, konnten die Zuschauer in der Sendung um 15:05 Uhr im ZDF verfolgen. Die Sendung Bares für Rares mit Moderator Horst Lichter bleibt damit eine feste Institution im deutschen Fernsehen, die regelmäßig für überraschende Entdeckungen und emotionale Momente sorgt.



