JuKi-Festival in Boizenburg: Junge Kultur gestaltet sich selbst
JuKi-Festival: Junge Kultur in Boizenburg

JuKi-Festival in Boizenburg: Junge Kultur gestaltet sich selbst

Das Kino in Boizenburg verwandelte sich erneut in einen lebendigen Treffpunkt für junge Filmbegeisterte, Familien und Kulturinteressierte. Beim großen Finale des Jugend- und Kinderfilmfestivals wurde der Abschluss von zwei intensiven Festivalwochen in den Winterferien gefeiert. Der rote Teppich war ausgerollt, die junge Jury sichtbar aufgeregt und das Publikum gespannt auf die Ergebnisse eines Festivals, das vor allem eines zeigt: Kinder und Jugendliche können Kultur selbst gestalten und prägen.

Ein Festival von jungen Menschen für junge Menschen

Das JuKi-Festival fand in diesem Jahr bereits zum vierten Mal statt und hat sich inzwischen als feste kulturelle Größe in der Region etabliert. Sein besonderes Konzept bleibt außergewöhnlich: Kinder und Jugendliche planen das Festival weitgehend selbst, wählen Filme aus, organisieren Programmpunkte und gestalten auch das Finale eigenständig. Kinochefin Sara Puchert sieht darin einen zentralen Bildungsauftrag: „Uns ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche erleben, dass ihre Ideen zählen. Sie sollen merken, dass sie selbst Kultur gestalten können und nicht nur Zuschauer sind.“

Im Foyer des Boizenburger Kinos stimmen sich die Gäste bei Getränken und frisch zubereiteten Crêpes auf das große JuKi-Finale ein. Die Atmosphäre ist geprägt von Vorfreude und kreativer Energie, die das gesamte Festival durchzieht.

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Aufregung vor der Preisvergabe

Beim Finale standen vor allem die jungen Filmschaffenden im Mittelpunkt. Besonders erwartet wurde erneut der Kurzfilmwettbewerb, bei dem Kinder und Jugendliche eigene Filme einreichten, die mit großem Engagement, Zeitaufwand und kreativer Energie entstanden waren. Über den Sieger entschied traditionell das Publikum per Applaus, was die direkte Beteiligung und Wertschätzung der jungen Künstler unterstreicht.

Kinochefin Sara Puchert betont dabei den pädagogischen Wert solcher Erfahrungen: „Wenn Kinder einen eigenen Film drehen oder ein Festival moderieren, stärkt so etwas das Selbstvertrauen enorm. Sie lernen Teamarbeit, Verantwortung und kreative Ausdrucksmöglichkeiten.“ Diese Lernerfahrungen gehen weit über das Kino hinaus und prägen die persönliche Entwicklung der Teilnehmer.

Bedeutung für Stadt und Region

Das Festival hat sich über die Stadtgrenzen hinaus zu einem wichtigen kulturellen Ereignis entwickelt. Familien besuchen in den Winterferien gezielt das Kino, Schulen kooperieren mit dem Projekt, und immer mehr junge Menschen entdecken Film und Kulturarbeit für sich. Viele sehen darin zugleich einen Beitrag zur kulturellen Identität Boizenburgs und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Sara Puchert gilt dabei als zentrale Initiatorin, deren Engagement für kulturelle Bildung und Jugendbeteiligung das Kino zu einem lebendigen Ort gemacht hat, an dem junge Menschen ernst genommen werden. Ihr Einsatz zeigt, wie lokale Kulturarbeit nachhaltige Impulse setzen kann.

Blick in die Zukunft

Auch nach dem erfolgreichen Finale soll die Arbeit weitergehen: Die Jugendgruppe plant bereits neue Treffen und Veranstaltungen im Laufe des Jahres, und ein weiteres Festival in den kommenden Winterferien gilt als sehr wahrscheinlich. Boizenburgs Kinochefin Sara Puchert zieht eine positive Bilanz: „Zu sehen, wie viel Kreativität, Mut und Begeisterung in diesen jungen Menschen steckt, ist jedes Jahr wieder bewegend. Das JuKi zeigt, was möglich ist, wenn man Kindern Vertrauen schenkt.“

Das JuKi-Festival steht somit nicht nur für kurzweilige Unterhaltung, sondern für eine tiefgreifende kulturelle Bildung, die junge Menschen ermächtigt und die Region bereichert.

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