„Mind the Gap!“: Junge Künstler beleben Dresdner Meisterwerke in innovativer Ausstellungsreihe
Junge Künstler beleben Dresdner Meisterwerke mit „Mind the Gap!“

„Mind the Gap!“ schafft Brücke zwischen Kunstgeschichte und Gegenwart in Dresden

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) setzen mit ihrer ambitionierten Ausstellungsreihe „Mind the Gap!“ ein deutliches Zeichen für die Förderung des künstlerischen Nachwuchses. Unter dem Motto „Akzent – Mind the Gap!“ entsteht in den historischen Räumen des Residenzschlosses ein lebendiger Dialog zwischen jungen Talenten und den reichen Beständen der Sammlungen.

Innovatives Format füllt Lücken zwischen Ausstellungsumbauten

Während der Londoner U-Bahn-Hinweis „Mind the Gap!“ vor physischen Lücken warnt, nutzen die SKD dieses Motto für ein kulturelles Brückenbauprojekt. In Kooperation mit der Hochschule der Bildenden Künste Dresden (HfBK) entstehen seit fünf Jahren regelmäßig Präsentationen, die Umbaupausen zwischen großen Ausstellungen kreativ nutzen. Stephanie Buck, Direktorin des Kupferstich-Kabinetts, betont: „Im Zentrum steht der inspirierende Austausch zwischen jungen Künstlerinnen und Künstlern und unserer umfangreichen Sammlung.“

Kupferstich-Kabinett als Schatzkammer für den Nachwuchs

Das Kupferstich-Kabinett bietet mit seinen mehr als 500.000 Werken – darunter Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien vom Mittelalter bis zur Gegenwart – einen einzigartigen Fundus. Meister wie Albrecht Dürer, Rembrandt van Rijn, Henri de Toulouse-Lautrec oder Georg Baselitz sind hier vertreten. Der aktuell ausstellende Fotograf Robert Vanis erklärt: „Für Absolventen der HfBK ist es ein besonderes Privileg, in diesen historischen Räumen präsentieren zu dürfen.“ Seine eigene erste Begegnung mit Originalen im Studiensaal habe ihn nachhaltig geprägt.

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Demokratischer Zugang und zeitgenössische Perspektiven

Direktorin Buck unterstreicht den demokratischen Charakter des Angebots: „Unser Studiensaal steht allen offen und ist kostenfrei zugänglich – das gehört zum Selbstverständnis unserer Institution.“ Die Reihe ermögliche es, die eigene Sammlung durch die Augen junger zeitgenössischer Künstler neu zu entdecken und so eine lebendige Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen.

Robert Vanis inszeniert fotografische Reflexionen

In seiner aktuellen Ausstellung bis Ostermontag hat Vanis das Foyer des Studiensaals in rotes Licht getaucht, um den Eindruck einer traditionellen Dunkelkammer zu erzeugen. Seine Arbeiten umfassen sowohl fotografische Manipulationen, die täuschend echt wirken, als auch Realitätsbilder, die bewusst irritieren. „Ich möchte das Publikum anregen, über technischen Wandel, Zuverlässigkeit und den Kunstcharakter der Fotografie nachzudenken“, so der Künstler. In einer Vitrine präsentiert er bewusst unfertige Skizzen, um auf den kreativen Prozess hinzuweisen.

Vielseitige Förderprogramme der SKD

„Akzent – Mind the Gap!“ ist nur eines von mehreren Programmen, mit denen die Staatlichen Kunstsammlungen junge Künstler unterstützen:

  • Das Archiv der Avantgarden kooperiert mit der Palucca Hochschule für Tanz
  • Das „The Artists Advocate“-Stipendium stärkt die Zusammenarbeit mit der HfBK
  • Restaurierungsstudierende sind regelmäßig in Forschungsprojekte eingebunden
  • Eine Partnerschaft mit der Musikhochschule Dresden bereichert das kulturelle Angebot
  • Freier Eintritt für Schulklassen aus ganz Sachsen ermöglicht frühe Begegnungen mit Kunst

Diese Initiativen zeigen, wie die SKD ihre historische Verantwortung mit innovativen Bildungs- und Förderkonzepten verbinden, um die Kunstszene nachhaltig zu bereichern.

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