Kevin Spacey-Prozess nach außergerichtlicher Einigung ausgesetzt
Der für Oktober geplante Gerichtsprozess gegen den ehemaligen Hollywood-Star Kevin Spacey wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe ist vorerst nicht mehr geplant. Wie die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtet, haben sich die beteiligten Parteien auf eine außergerichtliche Einigung verständigt, wodurch das Verfahren ausgesetzt wurde.
Vorwürfe und bisherige Verfahren
Drei Männer hatten dem zweifachen Oscar-Preisträger vorgeworfen, sie in den Jahren zwischen 2000 und 2015 sexuell missbraucht zu haben. Kevin Spacey, der durch Filme wie American Beauty und die Serie House of Cards bekannt wurde, hat sämtliche Anschuldigungen stets zurückgewiesen. Zwei der Kläger hatten den US-Schauspieler bereits im Rahmen eines früheren Strafverfahrens beschuldigt, in dem Spacey im Jahr 2023 von neun Anklagepunkten freigesprochen worden war.
Details der Vorwürfe und Hintergründe
Einer der Kläger gab an, Spacey habe ihn zwischen 2000 und 2005 etwa ein Dutzend Male vorsätzlich angegriffen. Ein weiterer Mann berichtete, er habe den Schauspieler während eines Workshops am Londoner Old Vic Theater kennengelernt und leide seit einem angeblichen Angriff im Jahr 2008 unter psychischen Problemen sowie finanziellen Einbußen. Kevin Spacey war von 2004 bis 2013 als künstlerischer Leiter dieses renommierten Theaters tätig.
Einigung und fehlende Details
Die Parteien haben sich nun auf Vergleichsbedingungen geeinigt, wie PA weiter mitteilte. Weitere Einzelheiten zu den genauen Bedingungen dieser Einigung oder zu den bisher angefallenen Kosten des Verfahrens wurden nicht öffentlich gemacht. Diese Entwicklung markiert einen vorläufigen Abschluss in einer langwierigen rechtlichen Auseinandersetzung, die den 66-jährigen Schauspieler seit Jahren begleitet.



