21. Landesbühnentage Sachsen-Anhalt: 18 Theater gastieren im Harz
Landesbühnentage: 18 Theater im Harz

21. Landesbühnentage Sachsen-Anhalt: Ein Theaterfestival kehrt in den Harz zurück

Nach einer Pause von 26 Jahren ist der Harz erneut Gastgeber der Landesbühnentage Sachsen-Anhalt, die in ihrer nunmehr 21. Ausgabe noch bis zum 28. März 2026 andauern. Dieses bedeutende überregionale Theaterfestival findet im Rhythmus von zwei bis drei Jahren statt und versammelt in diesem Jahr 18 renommierte Ensembles aus der gesamten Bundesrepublik in der malerischen Region.

Vielfalt der Bühnenkunst im ländlichen Raum

Alle teilnehmenden Theater sind sogenannte Landesbühnen, die neben ihren festen Spielstätten in mittleren und kleineren Städten auch Orte ohne eigene Ensembletheater bespielen. Diese Tradition der kulturellen Erschließung des ländlichen Raumes prägt das Festival maßgeblich. Insgesamt sind 24 solcher Landesbühnen im Deutschen Bühnenverein organisiert, von denen nun ein Großteil im Harz zu erleben ist.

Festlicher Auftakt mit Brecht-Klassiker

Die Eröffnung der Landesbühnentage fand bereits am 14. März mit der gefeierten Premiere der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill am Harztheater in Halberstadt statt. Diese gemeinsame Produktion von Musiktheater und Schauspiel wird im Verlauf des Festivals noch in mehreren Städten der Region aufgeführt und bildet einen glanzvollen Auftakt für die kommenden Veranstaltungen.

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Ein Programm voller Kontraste und Aktualität

Das Festivalprogramm spiegelt die gesamte Bandbreite des zeitgenössischen Theaters wider. Es reicht von explizit für junge Menschen konzipierten Stücken wie „Welche Droge passt zu mir?“ des Altmark-Theaters Stendal, das die Flucht einer Hausfrau aus der Vorstadt-Tristesse thematisiert, bis hin zu klassischen Werken. Die Landesbühnen Sachsen aus Radebeul bringen beispielsweise Friedrich Schillers Trauerspiel „Maria Stuart“ auf die Bühne des Großen Hauses in Quedlinburg.

Besonders bewegend ist das aktuelle Stück „Rishi“, das das Theater in Eisleben präsentiert. Es rekonstruiert den gewaltsamen Tod eines Jugendlichen mit indischer Herkunft am Bahnhof in Den Haag im Jahr 2012 und zeigt damit die gesellschaftspolitische Relevanz des Festivals. Ebenfalls hochaktuell bleibt George Orwells „Farm der Tiere“, das vom Theater Hildesheim als energiegeladenes Punk-Rock-Musical inszeniert wird.

Musical-Highlights und bunte Mischung

Musikliebhaber kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Das Landestheater Hof gastiert am 19. März mit dem Musical „Die Tagebücher von Adam und Eva“ im Harz. Das Landestheater Detmold bietet mit „Shockheaded Peter (Der Struwwelpeter)“ ein weiteres musikalisches Highlight in Halberstadt. Diese bunte Mischung aus Schauspiel, Musiktheater und experimentellen Formen setzt sich bis Ende März fort und bietet für jeden Geschmack etwas.

Karten und Informationen

Karten für alle Aufführungen der Landesbühnentage sind an den Theaterkassen in Halberstadt und Quedlinburg sowie über die offizielle Homepage des Harztheaters erhältlich. Das Festival lädt dazu ein, die Vielfalt und Qualität der deutschen Theaterlandschaft im Herzen Sachsen-Anhalts zu entdecken und zu feiern.

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