Sebastian Bezzel über Erziehung: „Ich bin Papa und nicht bester Kumpel“
Sebastian Bezzel: Papa, nicht bester Kumpel

Sebastian Bezzel über die Kunst der Erziehung in der Pubertät

Sebastian Bezzel (54) zählt mit der erfolgreichen „Eberhofer“-Reihe zu den bekanntesten deutschen Kinostars. Seit über drei Jahrzehnten steht der Schauspieler vor der Kamera und ist aktuell in der Filmkomödie „Die Ältern“ zu sehen. Der Film von Regisseur Sönke Wortmann (66) knüpft an den Vorgänger „Das Pubertier“ an und basiert wie dieser auf den Bestsellern von Jan Weiler (58), der auch das Drehbuch verfasste. Bereits rund 200.000 Zuschauer haben die unterhaltsame Auseinandersetzung mit familiären Dynamiken verfolgt.

Parallelen zwischen Film und realem Leben

In „Die Ältern“ findet Sebastian Bezzel viele Übereinstimmungen zu seiner eigenen Lebenssituation. Der Schauspieler, der zwölf Jahre lang als „Tatort“-Kommissar am Bodensee ermittelte, lebt mit seiner Frau Johanna Christine Gehlen (55) und zwei Teenager-Kindern in Hamburg. Bezzel betont im Gespräch: „Grundsätzlich läuft alles sehr gut, bei den Themen Zimmer, Wäsche und Geschirr aufräumen herrscht noch Optimierungsbedarf.“

Erziehungsprinzipien: Liebe und Konsequenz

Der erfolgreiche Schauspieler verrät seine Strategie im Umgang mit pubertierenden Jugendlichen: „Miteinander reden und bei manchen Themen Mantra-artiges Wiederholen der Forderungen. Kurzum: Liebe und Konsequenz.“ Bezzel relativiert dabei den nostalgischen Blick auf frühere Generationen: „Kinder haben heutzutage wesentlich mehr zu sagen und das ist meist auch gut so.“

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Dennoch positioniert er sich klar in seiner elterlichen Rolle: „Ich meine damit, dass viele Eltern ihren Kindern heute mehr auf Augenhöhe begegnen. Wobei ich mich trotzdem noch eindeutig als Papa sehe und nicht als bester Kumpel.“ Diese Haltung spiegelt sich auch in seinem Verständnis vom Familienalltag wider, der zwischen strukturierten Aktivitäten und notwendigen Entspannungsphasen balanciert.

Von Garmisch nach Hamburg: Bezzels eigener Werdegang

Sebastian Bezzel, der in Garmisch-Partenkirchen aufwuchs und heute in Hamburg lebt, blickt mit Humor auf seine eigene Jugend zurück: „Ich war ein ganz durchschnittlicher pubertierender Teenager, mit den üblichen Merkmalen wie schlechter Stimme, schlechtem Geschmack bei Klamotten, schlechter Laune – aber nur den Eltern gegenüber und schlechter Haut. Das übliche halt.“

Während der Schauspieler die Herausforderungen des Familienlebens meistert, setzt er seine erfolgreiche Filmkarriere fort: Am 13. August 2026 kommt mit „Steckerlfischfiasko“ bereits der zehnte Teil der beliebten „Eberhofer“-Reihe in die Kinos, in der er gemeinsam mit Simon Schwarz (55) seit 2013 das kultige Ermittlerduo bildet.

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