Anlässlich des 250. Geburtstags von Caspar David Friedrich im Jahr 2024 präsentiert das Pommersche Landesmuseum in Greifswald eine besondere Jubiläumsausstellung. Im Zentrum steht das weltberühmte Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“, das erstmals seit über 200 Jahren in der Heimatstadt des Künstlers zu sehen ist. Die Ausstellung trägt den Titel „Caspar David Friedrich – Sehnsuchtsorte“ und läuft noch bis zum 6. Oktober 2024.
Ein Meisterwerk kehrt zurück
Das Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ gilt als eine Ikone der deutschen Romantik und ist normalerweise im Kunst Museum Winterthur in der Schweiz beheimatet. Dank einer Leihgabe der Stiftung Oskar Reinhart kann es nun in Greifswald bewundert werden. „Wir haben dieses Treffen von Bild und Landschaft sehnsüchtig erwartet“, sagte Kuratorin Dr. Birte Frenssen. Die Rückkehr des Werks an seinen Entstehungsort sei ein besonderer Glücksfall zum Jubiläum.
Interaktive Erlebnisse und persönliche Einblicke
Die Ausstellung bietet mehr als nur Gemälde. Moderne Technik ermöglicht virtuelle Spaziergänge durch das Greifswald des 18. und 19. Jahrhunderts, sodass Besucher die Landschaften erleben können, die Friedrich inspirierten. Zudem werden persönliche Gegenstände aus seinem Nachlass gezeigt, die tiefere Einblicke in sein Leben und Schaffen geben. Workshops und Vorträge ergänzen das Programm und richten sich an Kunstliebhaber, Schüler und die breite Öffentlichkeit.
Greifswald feiert seinen berühmtesten Sohn
Caspar David Friedrich wurde 1774 in Greifswald geboren. Die raue Schönheit der Ostseeküste prägte sein ästhetisches Empfinden. Auch nach seinem Umzug nach Kopenhagen blieb die Verbindung zur Heimat bestehen. Die Stadt würdigt das Jubiläum mit zahlreichen weiteren Veranstaltungen: Kunstinstallationen, Stadtführungen auf den Spuren Friedrichs, Konzerte und Lesungen lassen das Flair der Romantik wieder aufleben.
Ein Kulturbotschafter für Mecklenburg-Vorpommern
Dr. Ruth Slenczka, Direktorin des Pommerschen Landesmuseums, betont die Bedeutung Friedrichs: „Unter den Top 10 der deutschen Maler steht er auf Platz 2, direkt hinter Albrecht Dürer.“ Für Mecklenburg-Vorpommern sei er der vielleicht wichtigste Kulturbotschafter. Bereits über 20.000 Gäste besuchten die Ausstellung im Sommer 2024, und das Museum verzeichnete mit insgesamt 61.000 Besuchern einen neuen Jahresrekord. Die Ausstellung zieht Interessenten aus aller Welt an.
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg ist ebenfalls eng mit Friedrich verbunden: Dort wurden seine Eltern geboren, und der junge Künstler lebte dort einige Jahre. Auch diese Verbindung wird in den Jubiläumsfeierlichkeiten thematisiert.



