Museum im Steintor Anklam verzeichnet Rekordbesuch: Erstmals über 3000 Gäste im Jahr
Museum im Steintor: Erstmals über 3000 Besucher gezählt

Museum im Steintor Anklam verzeichnet historischen Besucherrekord

Das Museum im Steintor in Anklam kann auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr zurückblicken. Zum ersten Mal in seiner Geschichte wurden über das gesamte Jahr hinweg mehr als 3000 Besucher gezählt, wie die wissenschaftliche Mitarbeiterin Sabine Görner mitteilte. Dieser bemerkenswerte Meilenstein markiert einen neuen Höhepunkt in der Museumsgeschichte der vorpommerschen Stadt.

Vielfältiges Programm lockt zahlreiche Gäste an

Zu diesem Erfolg haben laut Görner mehrere Faktoren beigetragen. Insgesamt fanden rund 40 Veranstaltungen statt, die sich mit Themen wie „35 Jahre Deutsche Einheit“ und „Schrift und Sprache“ beschäftigten. Besonders beliebt war die Sonderausstellung „Schlossschatz aus Ducherow“, die viele Besucher anzog. Zusätzlich fanden die traditionellen Nachtwächterführungen und die Präsentation des Anklamer Heimatkalenders großen Anklang.

Ein weiterer positiver Trend war die verstärkte Nutzung des Museums durch Bildungseinrichtungen. „Wir haben wieder vermehrt Kita-Gruppen und Schulklassen im Steintor begrüßen dürfen“, berichtet Görner. Parallel zu diesen Aktivitäten hat bereits der Umzug des Museumsdepots in das sogenannte Ritz-Gebäude begonnen, was die Infrastruktur des Museums langfristig verbessern soll.

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Wehrmachtgefängnis etabliert sich als zweiter Museumsstandort

Neben dem Hauptstandort im Steintor konnte sich auch das ehemalige Wehrmachtgefängnis immer besser als Museumsort etablieren. Im vergangenen Jahr verzeichnete dieser Standort etwa 1200 Besucher. Besonders erfolgreich waren die Veranstaltungen zum Themenjahr „80 Jahre Kriegsende“ und „35 Jahre Friedliche Revolution“, die allein etwa 400 Gäste anzogen.

Insgesamt fanden im Wehrmachtgefängnis über 50 Termine statt, darunter zahlreiche Führungen für verschiedene Besuchergruppen und vier Sonderausstellungen. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung dieses historischen Ortes für die regionale Erinnerungskultur.

Zukunftspläne: Barrierefreiheit und Jubiläumsvorbereitungen

Für das laufende Jahr plant das Museum, „etwas ruhiger“ zu agieren und sich vor allem der inhaltlichen Aufarbeitung der Erkenntnisse aus dem vergangenen Jahr zu widmen. Der Umzug des Depots ins Ritz wird fortgesetzt, wobei insbesondere das Foto- und Zeitschriftenarchiv verlagert werden soll.

Langfristig sollen die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Museums, dem sogenannten Torhaus, für Sonderausstellungen genutzt werden. Hier sind ein barrierefreier Zugang und ebenerdige Ausstellungsflächen geplant, die das Museum für alle Besuchergruppen attraktiver machen sollen.

Vorbereitungen für das 100-jährige Jubiläum 2027

Bereits jetzt richtet das Museum seinen Blick auf das kommende Jahr 2027, wenn das Anklamer Museum sein hundertjähriges Bestehen feiern wird. Geplant sind verschiedene Veranstaltungen, darunter ein Vortrag von Wolf-Dietger Machel zur Anklam-Lassaner Kleinbahn am 5. März, die vor 130 Jahren in Betrieb genommen wurde.

Im Wehrmachtgefängnis steht im September ein Vortrag von Falk Bersch zum Thema „Gott mehr gehorchen als Menschen. Widerstand und Verfolgung der Zeugen Jehovas in Pommern zwischen 1933 und 1945“ auf dem Programm. Zudem sollen die bestehenden Kooperationen mit der Universität Greifswald, der digitalen Bibliothek MV, dem HTM Peenemünde und der JBS Golm fortgeführt und ausgebaut werden.

Nicht zuletzt laufen auch die Vorbereitungen für die geplante Sanierung von Dach und Fenstern im historischen Steintor-Gebäude, um den denkmalgeschützten Bau für zukünftige Generationen zu erhalten.

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