Neues Drohnenkompetenzzentrum in Erding: Bayerische Polizei rüstet auf
Drohnenkompetenzzentrum Erding: Bayerns Polizei rüstet auf

Ein neues Kompetenzzentrum in Erding soll die bayerische Polizei im Kampf gegen verbotene Drohnenflüge stärken. Seit dem 1. April ist das Drohnenkompetenz- und Abwehrzentrum (DKAZ) einsatzbereit. Aktuell arbeiten dort rund 40 Mitarbeiter, langfristig sind 100 Stellen vorgesehen.

Söder: Drohnen im Zweifel abschießen

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte bei der Eröffnung: „Neue Herausforderungen erfordern neue Maßnahmen.“ Ziel sei es, die Schlagkraft Bayerns zu erhöhen und schneller reagieren zu können. „Wir sind gut aufgestellt. Bayern lässt sich nicht einschüchtern.“ Bei gefährlichen Drohnen müsse im Zweifel auch der Abschuss in Betracht gezogen werden.

Innenminister Herrmann lobt Bündelung von Kompetenzen

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) unterstrich die Bedeutung des Zentrums: „Im DKAZ bündeln wir gezielt vorhandene Kompetenzen und verknüpfen modernste Technik mit praxisnaher polizeilicher Einsatzfähigkeit.“ Dadurch werde die Handlungsfähigkeit Bayerns gegenüber aktuellen und künftigen Drohnenbedrohungen nachhaltig gestärkt.

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Herrmann verwies auf die angespannte sicherheits- und geopolitische Lage, die von zunehmenden Konflikten, hybriden Bedrohungen und neuen Formen der Einflussnahme geprägt sei. Besonders die feindliche Nutzung von Drohnen stelle die Sicherheitsbehörden vor große Herausforderungen. „Angriffe auf unsere kritische Infrastruktur, den Luftverkehr oder militärische Einrichtungen richten sich gegen die nationale und europäische Sicherheit, verursachen erhebliche wirtschaftliche Schäden und verunsichern die Bevölkerung.“ Daher sei es entscheidend, diesen Bedrohungen entschlossen, schnell und wirksam zu begegnen.

Enge Zusammenarbeit mit Bundespolizei

Das DKAZ arbeitet eng mit dem Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrum der Bundespolizei in Berlin zusammen. „Dieser fachliche und technische Austausch auf Landes- und Bundesebene schafft wertvolle Synergien für die Weiterentwicklung von Verfahren und Technologien zur Drohnenabwehr“, so Herrmann.

Im September und Oktober 2025 hatte es in Europa, Deutschland und Bayern vermehrt Drohnensichtungen rund um Kasernen, Flughäfen und kritische Infrastruktur gegeben. Allein in Bayern wurden bis zum 25. September 22 Fälle registriert, darunter fünf an bayerischen Flughäfen. Seither ist es ruhiger geworden, was auch daran liegt, dass die Behörden aus Gründen der inneren Sicherheit keine Einsatzzahlen und Details mehr veröffentlichen.

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