28. Schülerkunstausstellung in Hagenow: Inklusives Kunstprojekt begeistert seit fast 30 Jahren
Schülerkunst in Hagenow begeistert seit 30 Jahren

28. Schülerkunstausstellung in Hagenow beendet: Inklusives Kunstprojekt verbindet seit fast drei Jahrzehnten

In Hagenow ist die 28. Schülerkunstausstellung mit einer feierlichen Preisverleihung zu Ende gegangen. Das besondere Merkmal dieser traditionsreichen Veranstaltung: Alle Schulen der Stadt gestalten die Ausstellung gemeinsam, wodurch ein einzigartiges inklusives Kunstprojekt entsteht, das bereits seit fast 30 Jahren Bestand hat.

Gemeinschaftsprojekt aller Hagenower Schulen

Bereits zum 28. Mal haben sämtliche Hagenower Bildungseinrichtungen an der Schülerkunstausstellung in der Alten Synagoge mitgewirkt. Rund vier Monate lang waren die Kunstwerke zum Thema „Freundschaft“ für die Öffentlichkeit zugänglich, bevor die Ausstellung nun mit der traditionellen Preisverleihung ihren Abschluss fand. Zu den Preisstiftern gehörten unter anderem:

  • Justizministerin Jacqueline Bernhardt (Linke)
  • Der Lions-Club Ludwigslust
  • Hagenows Kulturverein
  • Bürgermeister Thomas Möller

Besucherwahl als besonderes Element

Ein besonderer Preis wird durch die Wahl der Besucher ermittelt. „Die Gäste können die Nummer ihres Lieblingsbildes in einer Box hinterlegen und sich so aktiv an der Wahl beteiligen“, erklärt Museumspädagogin Andrea Kaufmann, die die Schülerkunstausstellung vonseiten des Museums für Alltagskultur der Griesen Gegend begleitet.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kaufmann betont die anhaltende Bedeutung des Projekts: „Wir sind begeistert, dass die Schülerkunstausstellung auch nach fast 30 Jahren immer noch in allen Schulen der Stadt ein festes Thema im Kunstunterricht ist.“ Dies hänge damit zusammen, dass die Ausstellung ursprünglich von den Kunsterziehern gemeinsam mit dem damaligen Museumsdirektor Henry Gawlick entwickelt worden war.

Inklusion durch Kunst und besonderer Ausstellungsort

„Die Ausstellung sollte alle Schulen vom Gymnasium bis zur Mikado-Schule des Lebenshilfewerks zusammenbringen“, erläutert Kaufmann das grundlegende Konzept. Der aktuelle Museumsleiter Thomas Kühn unterstreicht diesen Ansatz: „Die Ausstellung schafft Begegnung und zeigt, dass Kunst durchaus inklusiv sein kann.“

Ein wichtiger Teil des Konzepts ist auch der Ausstellungsort selbst. Die Alte Synagoge zieht laut Kühn viele Besucher an, „die sich vermutlich sonst nicht für Schülerkunst interessieren würden“. Dies erweitere den Kreis der Kunstinteressierten erheblich.

Preisträger und musikalische Begleitung

Das Publikum in der Synagoge wählte das Bild des 16-jährigen Lukas von der Diesterweg-Schule zum Sieger. Der Jugendliche thematisierte die Freundschaft zwischen Mensch und Hund und gewann damit nicht nur den Publikumspreis, sondern auch einen der beiden Preise des Lions-Clubs.

Die musikalische Gestaltung der Veranstaltung übernahmen in diesem Jahr die Kinder und Jugendlichen der Mikado-Schule. Ihr kurzweiliges Programm demonstrierte eindrucksvoll, dass eine Behinderung nichts mit der Fähigkeit zu tun hat, für gute Laune zu sorgen.

Museumsdirektor Thomas Kühn ließ sich von Michel dessen Bild zum Thema Freundschaft erklären. Michel erhielt für sein Werk den Preis der Bundestagsabgeordneten Ina Latendorf (Linke), was die politische Anerkennung dieses besonderen Kulturprojekts unterstreicht.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration