Doja Cat: Negative Kommentare im Netz treffen einen wunden Punkt
Wenn die US-amerikanische Sängerin Doja Cat im Internet angegriffen wird, facht das ihre Neigung zur Selbstkritik an. Fans hatten sich über ihr Albumcover und die Performance während ihrer Tour beschwert. Ihr Rezept dagegen lautet: sich nicht damit aufhalten, denn es sei Zeitverschwendung.
Extravagante Fassade und innere Unsicherheiten
Doja Cat, 30, ist für ihre auffälligen Auftritte auf dem roten Teppich bekannt. Doch hinter dieser extravaganten Fassade kämpft die Künstlerin, deren bürgerlicher Name Amalaratna Zandile Dlamini lautet, offenbar mit erheblichen Selbstzweifeln. Im Spätsommer des vergangenen Jahres musste sie viel Kritik einstecken. Das Cover ihres letzten Albums gefiel nicht allen Anhängern, und in den sozialen Medien häuften sich negative Kommentare. Zudem berichtet Doja Cat von Beschwerden über ihre »Vie«-Tour, weil sie während der Show ihr Outfit nicht wechselt.
Paradoxe Kontrolle durch Kritik
Die kritischen Äußerungen auf Social Media geben ihr paradoxerweise ein Gefühl von Kontrolle, wie sie dem Magazin »Vogue« erzählte. Wenn sie einen Kommentar zu einem Thema sieht, bei dem sie ohnehin unsicher war, sagt sie sich: »Siehst du, ich hatte recht.« Mit den Kommentaren erhält sie Bestätigung für ihre eigenen Gedanken. Dass sie hässlich sei oder nicht singen könne, all das habe sie selbst auch schon gedacht. »Ich habe alles durchschaut. Ich habe dicke Knöchel.«
Die Macht der Selbstkritik
Auf die Frage, ob sie gezielt nach Kritik in den sozialen Medien suche, antwortet Doja Cat: »Künstler im Allgemeinen, wir können ziemlich kritisch mit uns selbst sein.« Gleichzeitig ist sie sich bewusst, dass sie dadurch anderen Menschen Macht verleiht, »obwohl sie irgendwer sein könnten«. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Auseinandersetzung mit negativen Kommentaren eine »sinnlose Art« sei, seine Zeit zu verbringen. »Es bringt dir nichts, außer einen Teil von dir zu beschäftigen, der in deiner Kindheit entstanden ist«, erklärt sie, »einen Teil von dir, der in der Vergangenheit feststeckt.«
Konsequenzen für die Zukunft
Vielleicht greift Doja Cat künftig seltener zum Handy. Die Plattform X hat sie nach eigenen Angaben bereits von ihrem Smartphone gelöscht. Dies könnte ein Schritt sein, um sich von der negativen Dynamik der sozialen Medien zu distanzieren und ihre psychische Gesundheit zu schützen.



