Gold für Mahutschich bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Torun
Die ukrainische Hochspringerin Jaroslawa Mahutschich hat bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Torun erneut ihre Dominanz unter Beweis gestellt. Die Weltrekordhalterin sicherte sich mit einer übersprungenen Höhe von 2,01 Metern die Goldmedaille und setzte damit ihre Erfolgsserie fort. Ihre Landsfrau Julija Lewtschenko teilte sich hingegen mit zwei weiteren Athletinnen eine besondere Auszeichnung.
Deutsche Hoffnung Onnen verpasst Top-Platzierung
Für die deutsche Leichtathletik blieb ein großer Erfolg aus. Imke Onnen aus Köln, die mit einer Saisonbestleistung von 1,93 Metern angetreten war, konnte in Torun nicht an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen. Die 31-Jährige scheiterte bei 1,89 Metern und musste sich mit dem achten Platz begnügen. Hätte sie ihre Saisonbestmarke erreicht, wäre sogar ein fünfter Rang möglich gewesen.
Kurioses Dreifach-Silber bei den Frauen
Ein außergewöhnliches Ereignis prägte die Siegerehrung im Hochsprung der Frauen. Nicht eine, sondern gleich drei Athletinnen erhielten die Silbermedaille. Die Australierin Nicola Olyslagers, Olympiasiegerin von Tokio, die serbische Springerin Angelina Topic und die Ukrainerin Julija Lewtschenko übersprangen alle die Marke von 1,99 Metern. Da sie zudem die gleiche Anzahl an Fehlversuchen aufwiesen, wurde die Silbermedaille dreifach vergeben.
Mahutschich, die im Jahr 2024 mit einem Sprung über 2,10 Metern den Weltrekord aufstellte, zeigte in Torun eine makellose Serie. Bis zur Gewinnhöhe von 2,01 Metern benötigte sie jeweils nur einen Versuch. Anschließend scheiterte die 24-Jährige dreimal an der nächsten Steigerung auf 2,06 Meter.
Deutsches Team in Torun mit gemischten Erwartungen
Das deutsche Leichtathletik-Team war in der polnischen Stadt mit insgesamt 14 Sportlerinnen und Sportlern vertreten. Allerdings fehlten einige prominente Namen wie die Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo. Sie und andere Athleten verzichteten bewusst auf die Hallen-WM, um sich optimal auf die anstehende Sommersaison vorzubereiten.
Die Veranstaltung in Torun unterstreicht einmal mehr die internationale Konkurrenzfähigkeit im Hochsprung. Während Mahutschich ihre Führungsposition ausbaut, zeigt das Dreifach-Silber die enge Leistungsdichte hinter der Spitze. Für die deutschen Hoffnungen bleibt die Hallen-WM eine Erfahrung, die in die weitere Saisonplanung einfließen wird.



