Kesha zeigt sich empört über kriegerisches TikTok-Video des Weißen Hauses
Die amerikanische Sängerin Kesha hat in scharfen Worten die Nutzung ihrer Musik durch das Team von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Das Weiße Haus hatte auf TikTok ein Video veröffentlicht, das Kriegsbilder wie Kampfjets und Raketenangriffe mit Keshas Song "Blow" unterlegte. Der Refrain "This place about to blow", was auf Deutsch etwa "Der Laden fliegt gleich in die Luft" bedeutet, fiel dabei genau mit der Explosion eines Kriegsschiffs zusammen.
"Widerlich und unmenschlich": Keshas deutliche Reaktion
In sozialen Medien äußerte sich Kesha empört zu dem Clip, der bereits einige Tage alt ist. "Es ist mir zu Ohren gekommen, dass das Weiße Haus einen meiner Songs auf TikTok verwendet hat, um Gewalt zu schüren und mit Krieg zu drohen", schrieb die Musikerin. In einer Instagram-Story fügte sie hinzu: "Krieg ins Lächerliche zu ziehen, ist widerlich und unmenschlich. Ich stimme absolut NICHT zu, dass meine Musik dazu genutzt wird, jegliche Art von Gewalt zu bewerben."
Kesha betonte in ihrer Stellungnahme zudem ihre pazifistische Haltung: "Liebe sticht Hass immer aus", schrieb sie in Anspielung auf den Namen des Präsidenten. Sie rief dazu auf, sich selbst und andere in schwierigen Zeiten zu lieben, und kritisierte die "zur Schau gestellte Gleichgültigkeit gegenüber Menschenleben" als Gegenteil ihrer eigenen Werte.
Weitere Kritik an Trump und Verweis auf Epstein-Files
Abschließend erwähnte Kesha den US-Präsidenten explizit und verwies auf die umstrittenen Epstein-Files. "Lasst euch nicht von der Tatsache ablenken, dass der kriminelle Sexualstraftäter Donald Trump mehr als eine Million Mal in den Akten auftaucht", schrieb sie. Diese Dokumente sind bis heute nicht vollständig veröffentlicht, wobei Spekulationen bestehen, dass das US-Justizministerium belastende Unterlagen zurückhalten könnte.
Nicht der erste Fall: Ähnliche Kritik von anderen Künstlern
Kesha ist nicht die einzige Künstlerin, die sich gegen die unerlaubte Nutzung ihrer Musik durch Trumps Team wehrt. Die britische Rockband Radiohead hatte zuvor die US-Einwanderungsbehörde ICE aufgefordert, ein Video mit ihrer Musik von den Kanälen zu entfernen. In einer deutlichen Stellungnahme hieß es: "Wir verlangen, dass die Amateure, die den Social-Media-Account von ICE verwalten, diesen löschen", ergänzt durch den Ausdruck "Go fuck yourselves".
Dieser Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Künstlern und politischen Institutionen, die Musik ohne Zustimmung für propagandistische Zwecke einsetzen. Keshas klare Ablehnung von Gewaltverherrlichung und ihre Forderung nach Respekt für kreative Werke spiegeln eine breitere Debatte über Ethik in der politischen Kommunikation wider.



