Kurt Weill Fest startet mit neuem Motto und Tanzpremiere
In Dessau-Roßlau laufen die letzten Vorbereitungen für das 34. Kurt Weill Fest, das am 27. Februar unter dem Motto „In Bewegung“ eröffnet wird. Die geschäftsführende Leiterin Katharina Markworth kündigte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an, dass ab nächster Woche wieder Teile der Stadt in Pink erstrahlen werden. „Unsere Fahnen werden gehisst, es gibt große Plakate und die Beleuchtung ist dann wieder aktiv“, so Markworth. Die markante Pinkfärbung gehört seit Jahren zur unverwechselbaren Identität des Festivals.
Programm mit 70 Veranstaltungen an über 20 Spielstätten
Bis zum 15. März sind rund 70 Veranstaltungen an mehr als 20 verschiedenen Spielstätten geplant. Das Festivalteam hat dabei besonderen Wert auf genreübergreifende Darbietungen und neue künstlerische Perspektiven gelegt. „Wir wollen Genres verbinden, neue Impulse setzen und einzigartige Erlebnisse schaffen“, erklärte Markworth. Das Programm beschäftigt sich mit den innerlichen und geografischen Bewegungen des Namensgebers Kurt Weill, einem jüdischen Komponisten, der Wandel stets als Inspiration empfand.
Tanzpremiere und ausverkaufte Vorstellungen
Ein Novum in diesem Jahr ist die Integration von Tanz in das Festivalprogramm. Erstmals werden Tänzerinnen und Tänzer auf den Bühnen zu erleben sein. Zu den Highlights gehören:
- Der deutsche DJ Schiller mit elektronischen Neuinterpretationen von Weills Werken
- Auftritte von „Tatort“-Schauspieler Dietmar Bär und Schauspielerin Katharina Thalbach
- Die Tanzaufführung der Flying Steps
- Der Festivalabschluss mit Glitz und der Sebastian Weber Dance Company
Bereits vor der offiziellen Eröffnung sind viele Veranstaltungen komplett ausverkauft. „Für das erste Wochenende gibt es nur noch wenige Restkarten“, berichtete Markworth. Seit Mitte November 2025 laufen der Vorverkauf und die Planungen auf Hochtouren.
Kleine Perlen im Festivalprogramm
Neben den großen Namen bietet das Programm auch zahlreiche weniger bekannte, aber ebenso wertvolle Darbietungen. Markworth empfiehlt besonders:
- Die Theateraufführung „Empfänger unbekannt“ am zweiten Festwochenende
- Den Auftritt des Südtirolers Hannes Vonmetz mit einer musikalischen Reise nach Lateinamerika
- Lesungen, Workshops und Ausstellungen zu verschiedenen Aspekten von Weills Werk
Das siebenköpfige Festivalteam arbeitet etwa zwei Jahre auf die Festwochen hin. „Man freut sich immer sehr, dass man das Ganze dann wirklich umsetzen darf“, sagte Markworth. Für die 34. Ausgabe sind zahlreiche Darbietungen geplant, die in dieser Form und Zusammensetzung einzigartig bleiben werden.



