Trauer in der Rockwelt: Motörhead-Legende Phil Campbell gestorben
Die Musikwelt trauert um einen ihrer prägenden Gitarristen: Phil Campbell, langjähriges Mitglied der legendären Rockband Motörhead, ist im Alter von 64 Jahren verstorben. Der walisische Musiker starb in einem Krankenhaus in Pontypridd, Wales, wie seine Familie in einem bewegenden Statement mitteilte.
Ein tapferer Kampf bis zum Ende
In der offiziellen Erklärung, die Campbells Kinder im Namen der Familie veröffentlichten, heißt es: „Mit großer Trauer geben wir den Tod unseres geliebten Vaters Philip Anthony Campbell bekannt, der gestern Abend nach einem langen und tapferen Kampf auf der Intensivstation im Anschluss an eine komplexe, schwere Operation friedlich verstorben ist.“ Bereits im Februar 2026 waren Konzerte seiner aktuellen Band in Australien und Europa aus gesundheitlichen Gründen abgesagt worden.
Drei Jahrzehnte Motörhead-Geschichte
Phil Campbell war von 1984 bis zur Auflösung der Band im Jahr 2015 Mitglied von Motörhead – in den letzten zwei Jahrzehnten als Lead-Gitarrist. Sein markantes Gitarrenspiel prägte unvergessliche Klassiker wie:
- „Orgasmatron“
- „1916“
- „Bastards“
Das britische Musik-Portal „MetalTalk“ würdigte ihn posthum als einen der einflussreichsten Gitarristen der Rockgeschichte. Campbell selbst betonte in einem Interview 2025, dass viele der charakteristischen Motörhead-Riffs aus seiner Feder stammten.
Das Leben nach Motörhead
Nach dem Tod von Frontmann Lemmy Kilmister im Jahr 2015 und der darauf folgenden Auflösung von Motörhead gründete Campbell gemeinsam mit seinen Söhnen Todd, Danke und Tyla die Band Phil Campbell and the Bastard Sons. Die Gruppe veröffentlichte zuletzt im September 2023 das erfolgreiche Album „Kings Of The Asylum“ und bewies damit, dass Campbells musikalischer Einfluss weit über seine Motörhead-Zeit hinausreichte.
Ein musikalisches Vermächtnis
Phil Campbells Tod markiert das Ende einer Ära, die bereits mit dem Verlust von Motörhead-Gründer Lemmy Kilmister vor rund einem Jahrzehnt begann. Sein Beitrag zur Rockmusik bleibt jedoch unvergessen – sowohl durch seine drei Jahrzehnte bei Motörhead als auch durch seine spätere Arbeit mit den Bastard Sons. Die Musikwelt verliert mit ihm einen authentischen Künstler, dessen Einfluss noch Generationen von Musikern inspirieren wird.



