Polyton-Musikpreis ehrt künstlerische Leistung statt Verkaufserfolg
In Berlin wurden am 25. März 2026 bedeutende Musikstars mit dem Polyton-Musikpreis ausgezeichnet. Dieser besondere Preis, der von Musikschaffenden für Musikschaffende vergeben wird, setzt bewusst auf künstlerische Qualität anstelle kommerzieller Verkaufserfolge.
Die Preisträger und ihre Kategorien
Der bekannte Sänger Giovanni Zarrella (48 Jahre) erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Schlager. Weitere Gewinner waren:
- SSIO in der Kategorie Rap
- Turbostaat für Punk-Musik
- Rage Girl Remix im Bereich Pop
- CATT für Indie Pop
- Ellen Allien in der EDM-Kategorie
- Kadavar für Rock-Musik
- Jonny Mahoro als Newcomer
- Domiziana in der Hyperpop-Kategorie
Die Akademie hinter dem Preis
Vergeben werden die Preise von der Akademie für Populäre Musik, deren Gründungsmitglieder prominente Persönlichkeiten wie Herbert Grönemeyer, Shirin David und Roland Kaiser umfassen. Als Sprecherin fungiert die Musikerin Balbina. Der Preis ist undotiert, wird jedoch vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, gefördert.
Historischer Kontext und Neuausrichtung
Der Polyton-Musikpreis stellt eine bewusste Abkehr vom früheren Echo-Preis dar, der 2018 abgeschafft wurde und bei dem vor allem Verkaufszahlen entscheidend waren. Bereits 2021 kündigte die damalige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) die Planung für einen neuen Musikpreis an, der ausschließlich künstlerische Leistung würdigen sollte.
„Es sei Zeit für einen Preis, der frei von kommerziellen Aspekten ausschließlich künstlerische Leistung würdigt“, betonte Grütters damals. Der Polyton wurde erstmals 2023 vergeben und etabliert sich seither als bedeutende Auszeichnung in der deutschen Musiklandschaft.
Rahmenprogramm und Veranstaltung
Die Preisverleihung war in ein mehrtägiges Programm eingebettet, das auch Diskussionsrunden umfasste. Eröffnet wurde der Abend von der Berliner Band Mia, bekannt für ihren Hit „Tanz der Moleküle“. Die Veranstaltung unterstreicht damit nicht nur die Auszeichnung selbst, sondern auch den kulturellen Austausch innerhalb der Musikbranche.



