Udo Lindenberg wird 80: Ein Tribute-Album als Geburtstagsgeschenk
Der Panikrocker Udo Lindenberg feiert Mitte Mai seinen 80. Geburtstag. Passend dazu erscheint das Tribute-Album „We love Udo“, das von seiner langjährigen Weggefährtin und Musikmanagerin Rita Flügge-Timm initiiert wurde. Sie versammelte 24 namhafte Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Generationen und Musikrichtungen, um Lindenbergs Songs neu zu interpretieren. Das Ergebnis ist eine überraschende und vielseitige Hommage an einen der bekanntesten deutschen Musiker.
Die Künstler und ihre Interpretationen
Die Auswahl der Mitwirkenden ist beeindruckend: Von Filmmusik-Ikone Hans Zimmer über das Countryrock-Duo BossHoss, Punkrockerin Deine Cousine, Sängerin Lara Hulo bis hin zu Reggae-Star Gentleman – die Bandbreite ist enorm. Jeder Künstler hat einen Song aus Lindenbergs rund 600 Lieder umfassenden Katalog ausgewählt und ihm seinen eigenen Stempel aufgedrückt.
- Hans Zimmer verwandelt „Komet“ in ein orchestrales Meisterwerk mit dramatischen Elementen.
- Céline schreibt „Plan B“ um und erzählt die Geschichte aus weiblicher Perspektive.
- Jan Delay verleiht „Er wollte nach London“ mehr Groove.
- Max Giesinger gibt „Ich lieb' dich überhaupt nicht mehr“ einen rockigen Gitarren-Anstrich.
- Alli Neumann interpretiert „Ein Herz kann man nicht reparieren“ mit rauer Stimme und mehr Krawall.
- Tokio Hotel wagt sich an „Na und?!“ aus dem Jahr 1976, ein Lied über Liebe jenseits von Geschlechterrollen.
- Ina Müller zaubert eine Chanson-Saxofon-Version von „Bis ans Ende der Welt“.
- Swiss und die Andern geben „Mein Ding“ einen wilden Ska-Rock-Sound.
- The BossHoss verlegt die „Reeperbahn“ in den Wilden Westen.
- Gentleman verleiht „Eldorado“ seinen typischen Reggae-Groove.
- Elif singt eine melodramatische Version von „Cello“.
- Johannes Oerding präsentiert eine gemütliche Version von „Wenn du durchhängst“.
- Lara Hulo interpretiert „Was hat die Zeit mit uns gemacht“ mit ihrer eindrucksvollen Stimme.
- Peter Maffay und Anouk nehmen sich den wichtigen Song „Wozu sind Kriege da?“ vor.
- Thomas D liefert coolen Sprechrap zu „Sonderzug nach Pankow“.
- Zoe Wees covert „Good Life City“ aus dem Jahr 1972 in einer chilligen Version.
- Sammy Amara (Broilers) und Deine Cousine bringen viel Power in „Horizont“.
- Michael Schulte wählt „Niemals dran gezweifelt“ für sein Cover.
- Stefanie Heinzmann und Takeover Ensemble beenden das Album mit einer starken Violinen-Version von „Durch die schweren Zeiten“.
Das Album im Gesamtklang
Allen Künstlern merkt man an, dass sie die Cover-Herausforderung mit Begeisterung angenommen haben. Jeder bringt seine persönliche Note ein, sodass die Songs teils kaum noch als Originale von Lindenberg zu erkennen sind. Max Giesinger scherzte: „Wir haben die Udo-Lindenberg-Version und meine Version so natürlich zusammengebracht, dass die Leute denken könnten, der Song sei von mir – nur dass ich endlich mal gute Texte hab'.“ Alli Neumann betonte die Herausforderung, einem geliebten Song gerecht zu werden, und Bill Kaulitz von Tokio Hotel ergänzte: „Das Original ist immer das Geilste.“ Dennoch ist es den meisten gelungen, neue Ohrwürmer zu schaffen. Ältere Hörer entdecken starke junge Stimmen, während Jüngere von den zeitlosen Texten Lindenbergs überrascht sein dürften.



