Kulturstaatsminister Weimer fordert faire Streaming-Vergütung für Musiker
Weimer: Faire Streaming-Vergütung für Musiker nötig

Kulturstaatsminister Weimer setzt sich für faire Streaming-Vergütung ein

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat sich im Kanzleramt mit Vertretern führender Plattenlabels getroffen, um über eine gerechtere Bezahlung von Musikern auf Streaming-Plattformen zu diskutieren. Der parteilose Politiker betonte dabei die Notwendigkeit transparenter und angemessener Einnahmemodelle für professionelle Künstler.

Konstruktive Gespräche mit der Musikindustrie

„Professionelle Musikerinnen und Musiker müssen mit Streaming nennenswerte Einnahmen erzielen und diese nachvollziehen können“, erklärte Weimer nach dem Treffen. Die Gespräche mit Vertretern von Sony Music, Universal Music Group sowie verschiedenen Branchenverbänden seien konstruktiv verlaufen und hätten wichtige Zukunftsthemen adressiert.

Dabei wurden nicht nur aktuelle Veränderungen im Musikmarkt besprochen, sondern auch die wachsende Rolle Künstlicher Intelligenz in der Branche sowie zukünftige Vergütungsmodelle, die faire Bedingungen für alle Beteiligten schaffen sollen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vorbereitende Treffen und geplante Runde Tische

Bereits im Dezember hatte Weimer prominente Musikstars wie Herbert Grönemeyer, Peter Maffay und Balbina zu Gesprächen ins Kanzleramt eingeladen, um deren Perspektiven einzuholen. Für den kommenden Montag ist ein weiteres Treffen mit Vertretern von Streaming-Diensten geplant.

Zudem lud der Kulturstaatsminister die Plattenlabels dazu ein, in den kommenden Monaten an einem Runden Tisch im Kanzleramt teilzunehmen, bei dem alle Beteiligten gleichberechtigt am Tisch sitzen sollen. Dieser soll als Plattform für den fortlaufenden Dialog zwischen Politik, Industrie und Künstlern dienen.

Kontroverse um Buchhandlungspreis überschattet Termin

Weimer, der seit knapp einem Jahr im Amt ist, hatte zuletzt mit der Entscheidung für Kontroversen gesorgt, drei Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis auszuschließen. Der Bundestagsabgeordnete David Schliesing (Linke) forderte daraufhin sogar Weimers Rücktritt.

Auf die Frage eines Journalisten, wie er zu dieser Kritik stehe und ob er seine Aufgaben angesichts der anhaltenden Kontroverse noch angemessen wahrnehmen könne, wich Weimer aus. Der Buchhandlungspreis stehe heute nicht auf der Agenda, betonte er, und man könne gerne bei einer anderen Gelegenheit Auskunft geben. Heute gehe es jedoch ausschließlich um die Belange der Musikindustrie und die dringende Frage fairer Streaming-Vergütungen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration