Im Podcast „2,1 Millionen“ von Mitteldeutscher Zeitung und Volksstimme steht die CDU in Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl 2026 im Fokus. Host Jan Schumann und Reporter Michael Bock diskutieren die schwierige Ausgangslage der Partei und ihres Spitzenkandidaten Sven Schulze.
Fehlender Kampfgeist in der CDU
Michael Bock, stellvertretender Chefredakteur der Volksstimme, bemängelt im Podcast den mangelnden Kampfgeist der CDU. „Mir fehlt da so ein bisschen der Kampfgeist“, sagt er. „Da muss man – im Fußball würde man sagen – kratzen, beißen, kämpfen. Und diesen Kampfeswillen sehe ich noch nicht.“ Dies sei besonders problematisch angesichts der wachsenden Konkurrenz durch die AfD, die in Umfragen deutlich vorne liegt.
Schulzes Herausforderungen
Sven Schulze, der erst Anfang 2026 die Nachfolge von Ministerpräsident Haseloff antrat, steht vor mehreren Hürden. Er ist in der Bevölkerung weit weniger bekannt als sein Vorgänger und muss innerhalb von nur neun Monaten bis zur Wahl Bekanntheit aufbauen. Sein Wahlprogramm setzt auf die Schwerpunkte Migration und innere Sicherheit. Bock beschreibt Schulzes Führungsstil als „Hoppla, hier komme ich“-Typ, der holterdiepolter vorgehe und wenig Rücksicht auf Zögerliche nehme. Dies führe zu einer schlechten Stimmung in der CDU und der Staatskanzlei.
Regierungsbildung und Turbulenzen
Die Podcast-Folge beleuchtet auch die schwierige Regierungsbildung nach der Wahl. Angesichts drohender Mehrheitsverluste für klassische Koalitionen prognostiziert Bock „so einige Turbulenzen im Herbst“. Die Brandmauer zur AfD und eine mögliche Zusammenarbeit mit der Linken werden kontrovers diskutiert. Die CDU muss sich neu positionieren, um regierungsfähig zu bleiben.
Der Podcast „2,1 Millionen – Der Politikpodcast für Sachsen-Anhalt“ erscheint wöchentlich freitags und ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar. Die aktuelle Folge bietet eine tiefgehende Analyse der politischen Lage vor der Landtagswahl 2026.



