US-Militär tötet drei Männer bei Angriff auf mutmaßliches Drogenschmugglerboot im Pazifik
Drei Tote bei US-Angriff auf mutmaßliches Drogenschmuggelboot

Drei Tote bei US-Militärangriff auf mutmaßliches Schmugglerboot

Das US-Militär hat im Ostpazifik erneut ein Boot angegriffen, das mutmaßlich für den Drogenschmuggel genutzt wurde. Bei dem Angriff wurden nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Southcom drei Männer getötet. Das Schiff soll von terroristischen Organisationen betrieben worden sein und sich auf einer bekannten Schmuggelroute befunden haben.

Video zeigt Explosion nach Angriff

Das US-Kommando veröffentlichte auf der Plattform X ein Video, das die Explosion des Bootes nach dem Angriff zu zeigen scheint. In der Mitteilung hieß es, die Joint Task Force Southern Spear habe unter der Leitung von General Francis L. Donovan einen tödlichen kinetischen Schlag gegen das Schiff ausgeführt. Geheimdienstinformationen hätten bestätigt, dass das Boot entlang bekannter Schmuggelrouten unterwegs war.

Trump-Regierung setzt umstrittene Angriffe fort

Seit Herbst vergangenen Jahres lässt die Regierung von US-Präsident Donald Trump regelmäßig Boote in der Karibik und im Ostpazifik angreifen. Als Begründung wird die Bekämpfung des grenzüberschreitenden Drogenschmuggels genannt. In den vergangenen Monaten gab es mehrere ähnliche Vorfälle:

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  • Vor etwa zwei Wochen wurden bei einem US-Angriff im östlichen Pazifik zwei Menschen getötet
  • Vor etwa einem Monat kamen bei einem Angriff auf ein mutmaßliches Schmugglerschiff zwei Menschen ums Leben
  • Seit September vergangenen Jahres wurden mehr als 38 Schiffe attackiert
  • Dabei starben mindestens 130 Menschen

Kritik an fehlenden Belegen und Völkerrechtsverstößen

Die Trump-Regierung hat bisher keine konkreten Belege dafür vorgelegt, dass es sich bei den Opfern tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Kritiker werfen den USA vor, mit den tödlichen Angriffen in internationalen Gewässern gegen das Völkerrecht zu verstoßen. Die Angriffe erfolgen ohne gerichtliche Überprüfung und basieren ausschließlich auf Geheimdienstinformationen.

Das US-Kommando für Lateinamerika und Karibik betonte in früheren Stellungnahmen, dass Geheimdienste die angegriffenen Boote eindeutig identifiziert hätten. Demnach sollen sich die Schiffe auf bekannten Drogenrouten bewegt und tief in illegale Geschäfte verstrickt gewesen sein. Die wiederholten Angriffe zeigen jedoch ein Muster militärischer Interventionen, die zunehmend internationale Kontroversen auslösen.

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