EU-Rat fordert Afghanistan und Pakistan zur sofortigen Deeskalation auf
EU fordert Afghanistan und Pakistan zur Deeskalation auf

EU-Rat fordert Afghanistan und Pakistan zur sofortigen Deeskalation auf

Angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen den Nachbarländern Afghanistan und Pakistan hat der Rat der Europäischen Union alle beteiligten Akteure zu einer unverzüglichen Deeskalation und zur Einstellung der Feindseligkeiten aufgerufen. In einer offiziellen Stellungnahme warnte der EU-Rat eindringlich davor, dass die anhaltende Gewalt schwerwiegende Konsequenzen für die gesamte Region haben könnte.

Forderungen der Europäischen Union

Der EU-Rat betonte in seiner Erklärung, dass das afghanische Hoheitsgebiet nicht dazu genutzt werden darf, andere Staaten zu bedrohen oder anzugreifen. Die europäischen Institutionen fordern die Machthaber in Kabul konkret auf, wirksame Maßnahmen gegen alle terroristischen Gruppierungen zu ergreifen, die von afghanischem Territorium aus operieren.

„Wir appellieren nachdrücklich an beide Seiten, in einen konstruktiven Dialog zu treten“, heißt es in der Mitteilung weiter. Dabei müsse das Völkerrecht von allen Konfliktparteien strikt eingehalten und die Zivilbevölkerung umfassend geschützt werden.

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Eskalation der militärischen Auseinandersetzungen

Die Lage zwischen Afghanistan und Pakistan hat sich in den letzten Tagen dramatisch zugespitzt. Nach afghanischen Angriffen auf pakistanische Stellungen im Grenzgebiet am Donnerstagabend reagierte Islamabad am Freitag mit Luftangriffen auf die beiden größten afghanischen Städte, Kabul und Kandahar. Beide Konfliktparteien meldeten dabei Tote und Verletzte.

Die in Kabul regierenden islamistischen Taliban pochten nach diesen Attacken erneut auf eine friedliche Lösung durch Dialog, während Pakistan klare Forderungen an Afghanistan stellte, die erfüllt werden müssten, bevor die Kämpfe eingestellt würden.

Hintergrund des anhaltenden Konflikts

Die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten haben sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich verschlechtert. Pakistan wirft Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die von afghanischem Territorium aus Anschläge in Pakistan verüben. Die afghanische Führung bestreitet diese Vorwürfe vehement.

Der Konflikt flammt regelmäßig in Form direkter militärischer Konfrontationen auf. Bereits im vergangenen Herbst waren Vermittlungsbemühungen für einen nachhaltigen Frieden nach intensiven Gefechten und gegenseitigen Angriffen gescheitert. Die aktuelle Eskalation unterstreicht die Fragilität der regionalen Sicherheitslage und die Dringlichkeit internationaler Vermittlungsbemühungen.

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