EU-Spitze gedenkt in Kiew der ukrainischen Kriegsopfer am vierten Jahrestag
EU-Gedenken in Kiew am Jahrestag des Ukraine-Kriegs

EU-Spitze gedenkt in Kiew der ukrainischen Kriegsopfer am vierten Jahrestag

Am vierten Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine haben hochrangige Vertreter der Europäischen Union und weitere europäische Staats- und Regierungschefs in Kiew der Opfer des Krieges gedacht. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der Ratspräsident António Costa reisten gemeinsam mit anderen internationalen Gästen in die ukrainische Hauptstadt, um Solidarität mit dem osteuropäischen Land zu bekunden und an die Toten zu erinnern.

Gedenkzeremonie auf dem Unabhängigkeitsplatz

Zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj stellten die europäischen Würdenträger vor einer Ehrenformation Windlichter an einem provisorischen Gedenkort auf dem zentralen Unabhängigkeitsplatz in Kiew auf. Anschließend hielten sie für eine feierliche Gedenkminute inne, um der Verstorbenen zu gedenken und die Tragödie des Konflikts zu betonen.

Offizieller Empfang an der Sophienkathedrale

Zuvor hatte Selenskyj zusammen mit seiner Ehefrau Olena Selenska die ausländischen Gäste an der historischen Sophienkathedrale offiziell empfangen. Vertreter fast aller Konfessionen des Landes beteten im Beisein der Staatsgäste für einen Sieg der Ukraine im Krieg mit Russland und für einen gerechten Frieden, was die spirituelle Dimension des Konflikts unterstrich.

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Verheerende Verlustzahlen im Krieg

Präsident Selenskyj gab bekannt, dass die Ukraine seit 2022 etwa 55.000 Soldaten verloren hat, wobei Beobachter von weitaus höheren ukrainischen Verlustzahlen ausgehen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind zudem mehr als 15.000 Zivilisten getötet worden. Für die russische Seite basieren Schätzungen auf öffentlichen Daten und gehen von etwa 220.000 getöteten Soldaten aus, während westliche und ukrainische Quellen von einem Mehrfachen dieser Zahl ausgehen, was die immense menschliche Tragödie verdeutlicht.

Die Reise der EU-Spitze nach Kiew unterstreicht die anhaltende Unterstützung Europas für die Ukraine in diesem verheerenden Konflikt und dient als starkes Signal der Einheit und des Gedenkens an die Kriegstoten.

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