Deutschlands Chinapolitik in der Kritik: Experte warnt vor Taiwan-Konflikt 2027
Der renommierte China-Experte Andreas Fulda übt scharfe Kritik an der deutschen Außenpolitik gegenüber Peking. In einem aktuellen Interview mit den Journalisten Cornelius Dieckmann und Christoph Giesen vom 12. März 2026 warnt er vor gefährlichen Fehleinschätzungen. „Wir haben viel zu lange das Prinzip Hoffnung mit Strategie verwechselt“, stellt Fulda fest und betont, dass diese Haltung zu riskanten Blindstellen führen könnte.
Ein düsteres Szenario: Militärische Eskalation um Taiwan
In seinem neuen Buch entwirft Fulda ein alarmierendes Zukunftsszenario: eine mögliche militärische Attacke Chinas auf Taiwan im Jahr 2027. Dies sei keine bloße Prognose, sondern ein dringender Weckruf an die deutsche und europäische Politik. Der Experte verweist auf bereits stattgefundene Militärübungen rund um Taiwan, wie sie 2024 im chinesischen Staatsfernsehen gezeigt wurden, als deutliches Warnsignal.
Fulda erklärt im Detail, wie ein solcher Konflikt verhindert werden könnte:
- Deutschland und Europa müssen eine klare, einheitliche Strategie gegenüber China entwickeln, die über wirtschaftliche Interessen hinausgeht.
- Die Taiwan-Frage sollte nicht länger tabuisiert, sondern offen und realistisch diskutiert werden.
- Internationale Bündnisse müssen gestärkt werden, um Abschreckungswirkung zu erzeugen.
Persönliche Erfahrungen und ungewöhnliche Auftritte
Interessanterweise verbindet Fulda seine politische Analyse mit einer persönlichen Anekdote. Er berichtet von seinem Auftritt in einer chinesischen Gesangsshow, den er als bewusste Entscheidung beschreibt. Dieser ungewöhnliche Schritt stehe symbolisch für seinen Ansatz, China nicht nur aus der Distanz zu betrachten, sondern auch kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen einzubeziehen. „Nur wer die komplexe Realität Chinas versteht, kann angemessen reagieren“, so der Experte.
Die aktuelle Debatte zeigt, dass die deutsche Chinapolitik dringend einer strategischen Neuausrichtung bedarf. Fuldas Warnungen sollten Politik und Öffentlichkeit zum Nachdenken anregen, bevor es zu spät ist.



