Fünf europäische Staaten bestätigen: Nawalny wurde mit Pfeilgiftfrosch-Substanz vergiftet
Fünf Staaten: Nawalny mit Pfeilgiftfrosch-Substanz vergiftet

Europäische Staaten bestätigen Giftanschlag auf Nawalny

Zwei Jahre nach dem Tod des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny haben fünf europäische Länder eindeutige Beweise für einen Giftanschlag vorgelegt. Nach Informationen des SPIEGEL wollen die Staaten diese Erkenntnisse am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz offiziell bekanntgeben.

Hochtoxisches Gift in Gewebeproben nachgewiesen

In Gewebeproben von Nawalnys Leiche wurde das extrem giftige Epibatidin festgestellt. Dieser hochtoxische Stoff stammt ursprünglich von südamerikanischen Pfeilgiftfröschen und wirkt bereits in kleinsten Mengen tödlich. Die Untersuchungsergebnisse liefern damit erstmals wissenschaftlich gesicherte Hinweise auf die Todesursache.

Da Nawalny zum Zeitpunkt seines Todes in einem russischen Straflager inhaftiert war, kommen nach Ansicht der ermittelnden Staaten nur russische Behörden als Urheber des Giftanschlags infrage. Der prominente Kritiker des Putin-Regimes starb unter bis heute nicht vollständig aufgeklärten Umständen.

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Politische Konsequenzen erwartet

Die geplante gemeinsame Erklärung der fünf europäischen Staaten dürfte die diplomatischen Spannungen zwischen Europa und Russland weiter verschärfen. Die Münchener Sicherheitskonferenz, auf deren Rand die Bekanntgabe erfolgen soll, gilt als eines der wichtigsten Foren für internationale Sicherheitspolitik.

Die Untersuchungsergebnisse werfen erneut Fragen nach der Behandlung politischer Gefangener in Russland auf und bestätigen Befürchtungen, die bereits unmittelbar nach Nawalnys Tod geäußert wurden. Die genauen Umstände, wie das Gift in das Straflager gelangte und Nawalny verabreicht wurde, bleiben jedoch weiterhin ungeklärt.

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