Fünf westliche Staaten warnen Israel vor Bodenoffensive im Libanon
Fünf Staaten warnen Israel vor Libanon-Offensive

Fünf westliche Staaten erhöhen Druck auf Israel

Deutschland und vier weitere westliche Nationen haben in einer gemeinsamen Erklärung eindringlich vor einer israelischen Bodenoffensive im Libanon gewarnt. Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada und Großbritannien unterzeichneten das Dokument, in dem sie die israelische Regierung auffordern, auf eine großangelegte Militäroperation zu verzichten.

Humanitäre Katastrophe droht

In der Erklärung heißt es wörtlich: „Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen. Dies gilt es abzuwenden.“ Die fünf Länder betonen besonders die Gefahr einer weiteren Eskalation in der ohnehin schon instabilen Region. Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) äußerte sich besorgt: „Wir verfolgen mit ziemlicher Sorge die israelische Bodenoffensive.“

Israel plant Truppenausweitung

Gleichzeitig kündigte ein israelischer Militärsprecher an, den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanon auszuweiten. Sprecher Effie Defrin erklärte, die Armee mobilisiere zusätzliche Reservisten. Derzeit seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz. Nach der Waffenruhe im November 2024, die den einjährigen Krieg mit der Hisbollah beendete, hatte sich Israels Armee zunächst zurückgezogen, behielt aber fünf Posten im Südlibanon bei.

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Hisbollah als Ziel der Operationen

Israel begründet sein Vorgehen mit dem Schutz der Einwohner im Norden des Landes vor Angriffen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz. Nach Beginn der Raketenangriffe der Hisbollah im Zuge des Iran-Kriegs habe Israel weitere 15 Positionen im Südlibanon eingenommen. „Wir haben im Norden die Truppen verstärkt und werden den Einsatz in den kommenden Tagen vertiefen“, so Defrin. Die Armee hatte in den vergangenen Tagen bereits „begrenzte und gezielte Bodeneinsätze“ im Süden des Libanon begonnen, die sich gegen aktive Hisbollah-Mitglieder und deren Infrastruktur richteten.

Besorgnis im Libanon wächst

Im Libanon selbst wächst unterdessen die Angst vor einer großangelegten israelischen Bodeninvasion mit anschließender Besatzung des Südens. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, während die diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation intensiviert werden.

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