Friedensverhandlungen: USA und Ukraine planen Dreier-Treffen mit Russland in Abu Dhabi
Friedensverhandlungen: Dreier-Treffen in Abu Dhabi geplant

Friedensverhandlungen: Neues Dreier-Treffen in Abu Dhabi geplant

Im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zeichnet sich ein neuer diplomatischer Vorstoß ab. Nach den jüngsten Beratungen ukrainischer und amerikanischer Diplomaten in Genf am Donnerstag kündigten die Beteiligten ein Dreier-Treffen mit Vertretern aus Moskau für Anfang März an. Als Verhandlungsort wurde Abu Dhabi, die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, festgelegt.

Selenskyj fordert konkrete Sicherheitsgarantien

Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich in Kyjiw zu den bisherigen Ergebnissen. Er betonte, dass nun "alles, was für echte Sicherheitsgarantien erreicht wurde", finalisiert werden müsse. Das übergeordnete Ziel bleibe die Vorbereitung eines Gipfeltreffens der Staatschefs, das helfen könne, "Schlüsselfragen" zu lösen. Gleichzeitig warf Selenskyj dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erneut vor, nicht für einen Friedensschluss bereit zu sein. "Putin stoppe seine Kriegsmaschine nicht. Im Gegenteil, er bereitet sich darauf vor, weiter zu kämpfen", sagte der ukrainische Staatschef und forderte die internationale Gemeinschaft zu verstärktem Druck auf Moskau auf.

Eskalation trotz diplomatischer Bemühungen

Während die diplomatischen Gespräche voranschreiten, hält die militärische Eskalation unvermindert an. In der Nacht zu Freitag meldete die ukrainische Regierung schwere russische Angriffe auf Hafenanlagen in der südlichen Region Odessa. Nach Angaben von Olexij Kuleba, dem stellvertretenden Ministerpräsidenten, brachen daraufhin Brände aus, die Lagerhäuser, Lebensmittelcontainer und Geräte beschädigten. Trotz dieser Angriffe sei der ukrainische Seekorridor weiterhin betriebsbereit.

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Auf der anderen Seite meldete das russische Verteidigungsministerium den Abschuss von 220 ukrainischen Drohnen innerhalb von neun Stunden, darunter 24 Fluggeräte, die Kurs auf Moskau genommen hätten. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach auf Telegram sogar von 27 abgeschossenen Drohnen, die die Hauptstadt zum Ziel gehabt hätten.

Diplomatische Hintergründe und nächste Schritte

Die Ukraine wehrt sich seit über vier Jahren mit westlicher Unterstützung gegen die russische Invasion. Washington drängt die Kriegsparteien seit Längerem zu einem schnellen Friedensschluss. Seit Jahresbeginn fanden bereits zwei gemeinsame Treffen der USA mit den Konfliktparteien statt. Bei den jüngsten Gesprächen in Genf standen laut Rustem Umjerow, dem ukrainischen Chefunterhändler und Sekretär des Sicherheitsrates, wirtschaftliche Fragen sowie "langfristige Mechanismen zur Unterstützung der Ukraine" im Mittelpunkt.

Im Anschluss habe es zudem ein Gespräch zwischen Präsident Selenskyj in Kyjiw und den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner in Genf gegeben. Umjerow kündigte das nun geplante Dreier-Treffen in Abu Dhabi an und betonte, dass es so "konkret wie möglich" werden solle. Russischen Staatsmedien zufolge war auch der Kremlberater Kirill Dmitrijew, vor allem für Wirtschaftsfragen zuständig, für Gespräche mit der US-amerikanischen Delegation in Genf vor Ort. Von ukrainischer Seite wurde jedoch kein Treffen mit ihm bestätigt.

Die diplomatischen Bemühungen finden vor dem Hintergrund eines Krieges statt, der bereits vier Jahre andauert und weiterhin täglich Opfer fordert. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Spannung, während die humanitäre Lage in der Ukraine nach wie vor kritisch bleibt.

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