Ukrainische Generalkonsulin warnt vor Ausweitung des Krieges
Generalkonsulin: Krieg könnte Europa treffen

Generalkonsulin: „In der Ukraine leben keine Superhelden“

Die ukrainische Generalkonsulin Iryna Tybinka hat eindringlich vor einer Ausweitung des russischen Angriffskrieges auf weitere europäische Länder gewarnt. „Wenn wir aufhören, uns zu schützen, wird der Krieg nicht enden. Er wird sich auf andere Länder Europas ausbreiten“, sagte Tybinka bei einem sicherheitspolitischen Dialog der niedersächsischen Landesregierung in Hannover.

Die Diplomatin betonte, dass die Ukraine trotz mehr als 1.500 Tagen Krieg nicht aufgeben könne, da Russland die Existenz des Landes beenden wolle. „In der Ukraine leben keine Superhelden“, sagte sie. „Es existiert keine Alternative. Deshalb zeigen Ukrainer übermenschliche Ausdauer.“ Ein Nachlassen im Kampf würde bedeuten, dass Russland siegt – „gemeinsam mit ihm alles, was es heute verkörpert: Gesetzlosigkeit, Grausamkeit, Missachtung von Rechten und Freiheiten, Terror und das Recht des Stärkeren.“

Lies: „Vielleicht auch kriegstüchtig“ sein

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) dankte der Generalkonsulin für ihre deutlichen Worte. Er unterstrich die Notwendigkeit, handlungsfähig und verteidigungsfähig zu sein – „vielleicht auch kriegstüchtig“, wie es Verteidigungsminister Boris Pistorius formuliere, damit es gar nicht erst zu einem Krieg komme. Der Begriff „kriegstüchtig“ ist innerhalb der SPD umstritten. Lies hatte zum Jahreswechsel erklärt, er verstehe die Verwendung des Begriffs durch Pistorius, bleibe persönlich aber lieber bei „verteidigungsfähig“.

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