Iran startet größten Raketenangriff auf Israel seit Kriegsbeginn - Pessach-Fest unter Beschuss
Größter iranischer Raketenangriff auf Israel seit Kriegsbeginn

Massiver Raketenangriff aus Iran trifft Israel zum Pessach-Fest

In einer dramatischen Eskalation des Nahost-Konflikts hat Iran Israel mit dem bisher größten Raketenangriff seit Kriegsbeginn attackiert. Nach übereinstimmenden Berichten israelischer Medien feuerten iranische Streitkräfte etwa zehn ballistische Raketen in einer Salve auf das Zentrum des Landes ab. Der Angriff erfolgte am Abend des Pessach-Festes, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnert und traditionell als Familienfest begangen wird.

Israelische Luftabwehr im Dauereinsatz

Die israelische Luftabwehr konnte nach Militärangaben die meisten der abgefeuerten Geschosse abfangen, doch einige Raketen verursachten erhebliche Schäden an Häusern und Fahrzeugen. In Tel Aviv gab es innerhalb einer Stunde sechs Raketenalarme, wie Augenzeugen berichteten. Durchgängig war in betroffenen Regionen das Heulen der Warnsirenen zu hören. Rettungskräfte waren an mehreren Orten im Einsatz, um die Folgen des Angriffs zu bewältigen.

Über mögliche Opfer lagen zunächst keine bestätigten Informationen vor, doch die Angriffe überschatteten das einwöchige Pessach-Fest erheblich. Die israelische Bevölkerung musste Schutzräume aufsuchen, während eigentlich das traditionelle Festmahl hätte gefeiert werden sollen.

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Trump kündigt wichtige Kriegsrede an

Parallel zu den militärischen Entwicklungen kündigte US-Präsident Donald Trump eine "wichtige" Rede zum Irankrieg für die Nacht zum Donnerstag deutscher Zeit an. Der amerikanische Präsident rechnet nach eigenen Angaben mit einem Ende der US-Angriffe auf Iran in zwei bis drei Wochen. Diese Zeitangaben stehen jedoch im Widerspruch zu früheren Prognosen Trumps, die sich mehrfach als unzuverlässig erwiesen haben.

Trump behauptete zudem, das iranische Regime habe die USA um eine Waffenruhe gebeten - eine Aussage, die das iranische Außenministerium umgehend als "falsch und ohne Grundlage" zurückwies. Der US-Präsident erklärte auf seiner Plattform Truth Social, man werde über eine Waffenruhe nachdenken, "sobald die Straße von Hormus offen und frei ist". Bis dahin werde man Iran weiter angreifen.

Regionale Konflikte weiten sich aus

Neben dem direkten Konflikt zwischen Iran und Israel eskalieren auch die regionalen Auseinandersetzungen weiter. Im Süden des Libanon liefern sich die israelische Armee und die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz schwere Gefechte. Israelische Luftangriffe auf Beirut töteten den Hisbollah-Militärkommandeur für den Irak, Youssef Haschem, und verursachten mindestens fünf Tote sowie 21 Verletzte.

Die libanesische Armee hat sich aus mehreren grenznahen Orten zurückgezogen, nachdem israelische Streitkräfte Bodenoperationen gestartet hatten. Israelischer Verteidigungsminister Israel Katz kündigte die Zerstörung aller Häuser in grenznahen libanesischen Dörfern an, während Ministerpräsident Benjamin Netanyahu von einer Ausweitung der "Sicherheitszone im Libanon" sprach.

Internationale Reaktionen und wirtschaftliche Auswirkungen

Die internationale Gemeinschaft reagiert mit wachsender Besorgnis auf die Eskalation. Der Uno-Menschenrechtskommissar Volker Türk kritisierte die Einschränkung der Meinungsfreiheit in der gesamten Region, wo seit Kriegsbeginn etwa 3000 Menschen festgenommen wurden. In Iran allein sind laut Uno-Schätzungen 2345 Menschen wegen mutmaßlicher Spionage oder Terrorismusvorwürfen inhaftiert worden.

Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts sind ebenfalls spürbar. Deutsche Wirtschaftsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für 2026 aufgrund der gestiegenen Energiepreise mehr als halbiert und erwarten nur noch ein Plus von 0,6 Prozent. An den Finanzmärkten sorgten Trumps Ankündigungen über ein mögliches Kriegsende jedoch für Erholungssignale: Der Dax legte deutlich zu, und die Ölpreise gaben leicht nach.

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian wandte sich in einem offenen Brief an das amerikanische Volk und bezeichnete Washington als "Proxy für Israel". Gleichzeitig betonte er, Iran hege keine Feindschaft gegen einfache US-Bürger. Die komplexe Gemengelage aus militärischen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren lässt ein baldiges Ende des Konflikts trotz optimistischer Zeitangaben unwahrscheinlich erscheinen.

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