Iran droht US-Tech-Konzernen mit Angriffen nach Tötung von Führungspersönlichkeiten
Die iranischen Revolutionsgarden haben eine deutliche Warnung an US-amerikanische Technologieunternehmen ausgesprochen. In einer offiziellen Erklärung vom Dienstag drohten sie mit Angriffen auf Niederlassungen von Konzernen wie Apple, Google und Meta im Nahen Osten, falls weitere Vertreter der iranischen Führung in Teheran getötet werden sollten.
Ultimatum mit klarer Frist
In der Erklärung der Revolutionsgarden heißt es wörtlich: „Diese Firmen müssen ab Mittwoch, den 1. April um 20.00 Uhr Ortszeit Teheran (18.30 Uhr MESZ) mit der Zerstörung ihrer Niederlassungen als Vergeltung für jeden Mord im Iran rechnen.“ Die Drohung stellt ein klares Ultimatum dar und zeigt die Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten.
Erweiterte Liste betroffener Unternehmen
Die Revolutionsgarden haben zudem eine Liste von 18 Unternehmen veröffentlicht, die ihrer Ansicht nach an der „gezielten Ermordung“ iranischer Führungspersönlichkeiten beteiligt gewesen sein sollen. Neben den bereits genannten Tech-Giganten umfasst diese Liste:
- Cisco Systems
- Hewlett-Packard (HP)
- Intel Corporation
- Nvidia Corporation
- Tesla als Automobilhersteller
- Boeing als Flugzeugbauer
Sicherheitswarnungen für Mitarbeiter und Anwohner
In der Erklärung wird explizit empfohlen, dass Mitarbeiter dieser Unternehmen umgehend ihre Arbeitsplätze verlassen sollten, um ihr Leben zu schützen. Darüber hinaus werden Bewohner in einem Umkreis von einem Kilometer rund um die als „terroristische Unternehmen“ bezeichneten Firmenstandorte im gesamten Land und in der Region aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.
Hintergrund: Eskalation des Konflikts
Die Drohungen erfolgen vor dem Hintergrund heftiger militärischer Auseinandersetzungen. Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsame Luftangriffe auf den Iran begonnen. Bereits am ersten Kriegstag wurden der oberste Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung in Teheran getötet.
Seit diesen Angriffen hat der Iran seinerseits mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion reagiert. Die aktuelle Drohung gegen US-Tech-Konzerne markiert eine neue Dimension dieser Auseinandersetzung, die nun auch zivile Wirtschaftsinteressen direkt ins Visier nimmt.
Die Situation bleibt äußerst angespannt, und internationale Beobachter befürchten eine weitere Eskalation des Konflikts, der bereits jetzt erhebliche regionale Auswirkungen zeigt.



