Kommentar: Trumps Iran-Kriegsende würde Mullahs als Sieger dastehen lassen
Iran-Krieg: Ende jetzt würde Mullahs als Sieger dastehen lassen

Kommentar: Ein vorzeitiges Kriegsende würde die Mullahs als Sieger dastehen lassen

Von Politik-Vize Filipp Piatov

Die Forderung nach einem schnellen Ende des Iran-Kriegs durch US-Präsident Donald Trump ist menschlich nachvollziehbar und findet sich derzeit in zahlreichen Leitartikeln und Politikerreden. Wer möchte schon weiterhin Bomben fallen sehen und steigende Ölpreise erleben? Besonders angesichts der Tatsache, dass das Mullah-Regime nach über zwei Wochen Krieg nicht gestürzt wurde und sich weigert, die strategisch entscheidende Straße von Hormus freizugeben.

Die gefährlichen Konsequenzen eines vorzeitigen Rückzugs

Doch so verständlich dieser Wunsch auch sein mag: Die Einstellung der Militärschläge gegen das iranische Regime wäre eine fatale Fehlentscheidung, die die Welt langfristig unsicherer machen würde. Das islamistische Regime würde trotz erheblicher Verluste in der politisch-militärischen Führung sowie der Zerschlagung von Militär und Rüstungsindustrie als Sieger dastehen. Die internationale Gemeinschaft würde wissen, dass der Krieg nur endete, weil das Regime die Weltwirtschaft in Geiselhaft nehmen und das Weiße Haus zum Einknicken zwingen konnte.

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Ein gefährliches Präzedenz für internationale Erpressung

Zweitens würde das iranische Regime dieses erfolgreiche Erpressungsrezept mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder anwenden, um weitere finanzielle und wirtschaftliche Zugeständnisse von der Weltgemeinschaft zu erpressen. Wenn die Mullahs erkennen, dass die Blockade der Straße von Hormus ausreicht, um ihre Ziele durchzusetzen, werden sie diese Taktik regelmäßig wiederholen. Drittens würden die USA und ihre zunehmend verunsicherten Verbündeten damit allen Diktatoren weltweit demonstrieren, wie leicht sie erpressbar sind.

Die strategische Bedeutung der Straße von Hormus

Viertens ist es korrekt, dass der Iran für die Blockade der Meerenge kein starkes Militär benötigt, sondern lediglich einige Minen und Drohnen einsetzen muss. Selbst die technologisch überlegenen USA können nicht jede einzelne Drohne abfangen. Der einzige Weg zur dauerhaften Befreiung der strategisch entscheidenden Wasserstraße führt daher über den Sturz oder das vollständige Einknicken des Regimes. Niemand kann vorhersagen, wie schnell dies erreicht werden kann, doch je mehr Zeit den amerikanischen und israelischen Streitkräften bleibt, desto wahrscheinlicher werden diese Szenarien.

Fanatische Islamisten dürfen keine Macht behalten

Abschließend bleibt festzuhalten: Fanatische Islamisten, die zum Machterhalt Zehntausende Demonstranten ermorden, weltweit Terrororganisationen finanzieren und intensiv Uran anreichern, sollten keine Machtpositionen innehaben. Wenn solche Regime versuchen, die internationale Gemeinschaft zu erpressen, gilt diese Feststellung umso mehr. Ein vorzeitiges Kriegsende würde nicht nur das iranische Regime stärken, sondern auch gefährliche Signale an andere autokratische Staaten senden.

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