Die Spannungen in der Golfregion nehmen zu, während diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Irankriegs ins Stocken geraten. Das iranische Außenministerium hat nach eigenen Angaben auf einen neuen Vorschlag der USA reagiert. Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghai sagte, Teherans Bedenken seien der Gegenseite übermittelt worden. Die Gespräche würden über den pakistanischen Vermittler fortgesetzt. Details nannte er nicht.
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Insider berichtet, Pakistan habe den USA einen überarbeiteten Vorschlag Irans übermittelt. Der Insider betonte, die Zeit dränge, und beide Seiten würden ihre Bedingungen immer wieder ändern. US-Präsident Donald Trump hatte den vorherigen iranischen Vorschlag öffentlich als dämlichen Vorschlag abgetan.
Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars enthalten die US-Forderungen die Übergabe von 400 Kilogramm hoch angereichertem Uran an die USA. Iran solle jedoch eine Nuklearanlage weiterbetreiben können. Iran lehnt derzeit Verhandlungen über sein Atomprogramm ab. Die Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar.
Bundeskanzler Merz verurteilte die iranischen Luftschläge gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und forderte Iran zu ernsthaften Verhandlungen auf. Er verlangte die Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der Bedrohung der Nachbarn. Die G7-Finanzminister beraten in Paris über die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs und der Blockade der Straße von Hormus.
Bundesfinanzminister Klingbeil warnte vor einer ernsthaften Bedrohung für die Weltwirtschaft. Er forderte eine dauerhafte Beendigung des Kriegs, die Stabilisierung der Region und freie Seewege. Der Krieg führe zu Rekordinflation, Massenentlassungen und Verarmung vieler Iraner.



